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EU-Minister einigen sich auf Fangquoten - weniger Hering

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 06:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Luxemburg - Weniger Hering, dafür mehr Dorsch: Nach harten Verhandlungen haben sich die europäischen Fischereiminister in Luxemburg auf die Ostsee-Fangquoten für kommendes Jahr geeinigt.
Demnach sinken die erlaubten Fangmengen für Hering in der westlichen Ostsee um 16,5 Prozent. Dafür dürfen die Fischer in der östlichen Ostsee 15 Prozent mehr Dorsch fangen und in der westlichen Ostsee 8,6 Prozent mehr.
Die Europäische Kommission hatte für den Hering in der westlichen Ostsee ein Minus von 21 Prozent vorgeschlagen, um die Bestände zu schonen.
Die Herings-Bestände schrumpfen nach Kommissionsangaben seit längerem. So sei der Nachwuchs mengenmässig auf ein Viertel seiner ursprünglichen Grösse geschrumpft.
Dennoch seien die Fangquoten für 2009 "deutlich über der wissenschaftlichen Empfehlung" festgelegt worden, kritisierte die Behörde die Minister. Dagegen hatte sich der Zustand des Dorschs - des "Kabeljaus der Ostsee" - erholt.
Die Quoten für Sprotten in der Ostsee werden um 5 Prozent gekürzt. Beim Lachs gibt es ein Minus von 5 Prozent, ausser in der Finnischen Bucht, wo die Menge gleich bleibt. Scholle darf im nächsten Jahr ebenfalls in der gesamten Ostsee im gleichen Umfang gefischt werden.
Für die zentralen Heringsbestände legten die Minister ein Minus von 12 Prozent fest. Dagegen gibt es im Bottnischen Meerbusen ein Plus von 25 Prozent und in der Bucht von Riga von 4 Prozent. Über die Fangquoten für Nordsee und Atlantik entscheiden die Minister im Dezember.
Gleichzeitig einigten sich die Minister auf die Grundzüge für eine neue EU-Verordnung zur besseren Kontrolle der Fischerei. Demnach könnte auch die Freizeit-Angelei womöglich in die europäischen Quotenregelungen aufgenommen werden.

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