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EU untersucht Handel mit Kreditausfallversicherungen von Banken

Insgesamt 16 internationale Investmentbanken sind ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten: Sie sollen sich bei Kreditausfallversicherungen (CDS) in illegaler Weise abgesprochen haben. Es seien dazu Kartellverfahren eingeleitet worden, teilte die EU-Kommission am Freitag mit.

Auch die Credit Suisse First Boston und die UBS gehören zu den Banken, gegen die ermittelt wird, hiess es in Brüssel. Weiter befinden sich unter den betroffenen Kreditinstituten auch die Deutsche Bank, die Commerzbank, JPMorgan, Barclays, Goldman Sachs oder die französische Societe Generale.

Die EU wirft den Unternehmen vor, den Markt verbotenerweise so abzuschotten, dass andere Institute und Dienstleister keine Chance haben, ins Geschäft einzusteigen.

Die oft undurchsichtigen Absicherungs-Geschäfte über CDS stehen verstärkt schon seit Ausbruch der Finanzkrise am Pranger. Ursprünglich waren sie als Versicherungen gegen Ausfallrisiken von Anleihen oder Krediten - auch von Staaten - gedacht. Inzwischen seien die Papiere aber selbst Gegenstand von Spekulationen geworden, sagte eine Sprecherin des EU-Wettbewerbskommissariats.

Im Verfahren der Wettbewerbshüter geht es darum, ob die 16 Investmentbanken und Markit, der führende Anbieter von Finanzinformationen auf dem CDS-Markt, sich in illegaler Weise absprachen. Ein solches Verhalten könnte gegen die Kartellvorschriften der EU verstossen.

Falls die Kartelljäger der Kommission in den Verfahren ihre Vorwürfe beweisen können und eine förmliche Entscheidung treffen, drohen den beteiligten Unternehmen Bussgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Dieser Rahmen wird aber üblicherweise nicht ausgeschöpft.

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