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Brüssel - Die EU-Aussenminister haben die Ermordung eines Hamas-Kommandanten in Dubai und den damit verbundenen Einsatz gefälschter europäischer Pässe verurteilt. In einer kurzen Erklärung äusserten sie sich in Brüssel bestürzt über die Tötung von Mahmud al Mabhuh.
"Die EU verurteilt scharf den Umstand, dass die an dem Vorgang Beteiligten betrügerisch Pässe und Kreditkarten einsetzten, an die sie durch Diebstahl von Identitäten europäischer Bürger gelangten", heisst es in dem Text. Israel, dessen Geheimdienst Mossad von den Ermittlern in Dubai als Drahtzieher des Mordes verdächtigt wird, erwähnen die Minister nicht direkt.
"Ich will Israel keine Vorhaltungen machen - worauf soll sich das gründen?", sagte der österreichische Aussenminister Michael Spindelegger zu der Erklärung. Es sei noch nicht erwiesen, dass es sich wirklich um einen Auftragsmord gehandelt habe und die israelische Regierung beteiligt sei.
"All das sind Vermutungen, aber da gibt es keine Indizien", sagte er. Einem EU-Diplomaten zufolge zielt die Stellungnahme der EU aber auf Israel ab.
Der Vorfall in Dubai sei der Stabilität und dem Frieden in Nahost nicht zuträglich, hiess es in der Erklärung weiter. Bei einem Treffen drängten der spanische EU-Ratsvorsitz und mehrere Mitgliedstaaten die israelische Regierung, unverzüglich Informationen über das Komplott zu liefern.
Israel hat bisher eine Beteiligung an dem Mordanschlag vom 19. Januar weder bestätigt noch dementiert. Aussenminister Avigdor Lieberman wies in Brüssel erneut jede Verantwortung zurück. Die Vorwürfe gegen den Geheimdienst Mossad entbehrten jeder Grundlage, sagte er.
Die internationale Polizeibehörde Interpol fahndet nach elf Verdächtigen, die kurz vor der Tat mit britischen, irischen sowie einem deutschen und einem französischen Pass eingereist waren. Offenbar kamen die Verdächtigen in den Besitz der europäischen Papiere, nachdem diese für Israelis mit doppelter Staatsangehörigkeit ausgestellt worden waren.

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SDA-ATS