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Drei Tage nach dem 5:1-Coup gegen Zug im Cup geht für die Rapperswil-Jona Lakers am Freitag im Thurgau der Alltag in der Swiss League weiter. Die Voraussetzungen für den Aufstieg sind hervorragend.

Der Druck auf die hinteren Teams in der National League steigt. Mit dem Auftritt im Viertelfinal gegen Zug haben die Lakers endgültig bewiesen, dass die Rückkehr in die höchste Liga mehr als realistisch ist. Die Verantwortlichen haben alles unternommen, um der wirtschaftlich unattraktiven Swiss League so rasch wie möglich zu entfliehen, in dem das Budget für die nähere Zukunft unter anderem dank Crowdfunding erhöht wurde. Der Slogan "Gemeinsam zurück ins Oberhaus" zieht sich wie ein roter Faden durch den Verein. Die St. Galler sind ein Musterbeispiel dafür, dass ein Abstieg auch eine heilsame Wirkung haben kann.

Die Mannschaft wurde auf diese Saison hin geschickt verstärkt, die Mischung zwischen routinierten und jungen hungrigen Spielern stimmt. Besonders viel Erfahrung bringt der von den SCL Tigers geholte Sven Lindemann mit. Der 39-jährige Stürmer ist einer von nur acht Schweizer Feldspielern, die mehr als 1000 Partien in der obersten Liga bestritten haben. Zudem weiss er genau, wie man aufsteigt, gelang ihm dies doch 2015 mit Langnau - nach einem 4:0 in der Ligaqualifikation gegen die ... Lakers.

Auch die Emmentaler hatten damals die NLB-Qualifikation praktisch nach Belieben dominiert. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte La Chaux-de-Fonds betrug 25 Punkte. Derweil liegt Rapperswil-Jona nach 19 Partien bereits elf und mehr Zähler vor der Konkurrenz. "Ich kann von dieser Erfahrung sicher viel weitergeben", sagte Lindemann. Zwischendurch würden Spieler zu ihm kommen und sich Tipps holen. "Dann bin ich gerne bereit, ihnen zu helfen. Das hilft im Endeffekt dem ganzen Team."

In erster Linie geht er aber mit gutem Beispiel voran. "Ich bin eher ein ruhiger Typ, versuche auf dem Eis, bei jedem Einsatz das Beste abzurufen. Wenn die Jungen sehen, dass der alte Sack ebenfalls Gas gibt, dann ziehen sich nach. Wenn mir jedoch etwas nicht passt, dann kann ich schon auch auf den Tisch klopfen."

Überragender Melvin Nyffeler

Dass die Lakers derzeit einen Lauf haben, hat zu einem grossen Teil mit Torhüter Melvin Nyffeler zu tun. Der 22-Jährige spielt überragend, kassierte in der Meisterschaft im Schnitt bloss 1,42 Gegentore pro Partie. Die Abwehrquote beträgt 94,46 Prozent. Im Cup liess er sich in drei Begegnungen gar nur einmal bezwingen. "Er strahlt eine Ruhe aus", so Lindemann. "Weil wir wissen, dass hinten eine Wand steht, können wir beruhigter aufspielen und auch mal etwas mehr wagen."

Mit Zug haben die Lakers nach Lugano (3:0) bereits ein zweites NL-Topteam aus dem Schweizer Cup eliminiert. Dabei war von Beginn weg kein Klassenunterschied zu sehen - auch läuferisch nicht. Es scheint sich auszuzahlen, dass im Sommertraining ein paar Sachen geändert wurden. Ausserdem pröbelte Trainer Jeff Tomlinson in den Vorbereitungsspielen weniger und legte stattdessen mehr Wert auf gute Ergebnisse, die sich auch einstellten. Mittlerweile ist das Selbstvertrauen bei den St. Gallern riesig. "Es ist eine Euphorie da", so Lindemann.

Allerdings ist der Grat zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit manchmal schmal. Lindemann sieht diesbezüglich jedoch keine Gefahr. "Das wissen wir selber gut genug. Wir müssen uns ab und zu selber auf den Boden zurückholen. Sicher läuft es derzeit super. Erst einmal gilt es aber, die Qualifikation konstant zu Ende spielen. Weiter müssen wir noch nicht schauen. Aber sicher, wir sind auf einem guten Weg. Wenn wir so weiterarbeiten, ist sehr viel möglich."

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SDA-ATS