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Beim G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos haben die Europäer angesichts wachsender Kritik an ihrem Krisenmanagement gleich zu Beginn klargestellt: Einmischung ist nicht erwünscht. Besonders EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verbat sich ungebetene Nachhilfe in Sachen Demokratie und Wirtschaftspolitik.

Barroso teilte zu Beginn des zweitägigen Treffens der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer kräftig aus. Die Krise habe schliesslich ihren Ursprung in Nordamerika, erklärte er am Montag.

Doch nicht nur die USA bekamen einen Seitenhieb verpasst, sondern auch China. "Nicht alle Mitglieder der G20 sind Demokratien, aber wir sind Demokratien, und wir treffen Entscheidungen demokratisch, auch wenn das manchmal mehr Zeit in Anspruch nimmt", sagte Barroso.

"Ganz offen gesagt, kommen wir nicht hierher, um Lektionen in Sachen Demokratie oder Wirtschaftspolitik erteilt zu bekommen, denn die Europäische Union hat ein Modell, auf das wir sehr stolz sein können."

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich zuvor ebenfalls dagegen verwahrt, dass allein die Europäische Union wegen der Eurokrise an den Pranger gestellt wird. Jeder Kontinent werde seinen Beitrag zu mehr Wachstum und Stabilität leisten müssen, sagte Merkel.

Milliarden für den Brandschutz

Um die Märkte zu beruhigen, wollen die Euroländer am Ende des Gipfels eine Erklärung abgeben: "Die Mitglieder der Euro-Zone in der G20 werden alle notwendigen politischen Massnahmen ergreifen, um die Integrität und Stabilität des Währungsraums zu sichern", heisst es darin.

In der Frage der Erhöhung der Brandschutzmauern teilte der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montagabend mit, dass seine Mittel auf 456 Milliarden Dollar aufgestockt würden. Im April waren 430 Milliarden Dollar beschlossen, die Mittelaufstockung aber noch nicht umgesetzt worden.

SDA-ATS