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"Gott und Staat - Europa zwischen Laizität und Laizismus": So lautet das Leitthema einer viertägigen Versammlung der katholischen Bischöfe aus 38 Ländern Europas in Bratislava. Die Kirchenfürsten dürften sich dabei auch mit den Reformplänen des Papstes befassen.

Mit grösster Spannung wird erwartet, wie die noch in einer konservativeren Ära ernannten Bischöfe mit der Aufbruchstimmung umgehen, die Franziskus mit seinen öffentlichen Stellungnahmen ausgelöst hat. Die bis Sonntag dauernden Beratungen finden grossteils hinter verschlossenen Türen statt. Die Ergebnisse werden erst am Montag offiziell bekanntgegeben werden.

Stanislav Zvolensky, der Vorsitzende der slowakischen Bischofskonferenz und damit Gastgeber der Versammlung, betonte zur Eröffnung die Höherwertigkeit moralischer Prinzipien gegenüber weltlichen Gesetzen. "Nicht immer ist auch moralisch richtig, was gesetzlich erlaubt ist."

Übergeordnete moralische Prinzipien hätten aber nicht nur im religiösen, sondern auch im zivilen Leben zu gelten, forderte er. Die katholische Kirche der Slowakei gilt als eine der Hochburgen des Konservativismus in Europa und übt im Land einen starken politischen Einfluss aus.

Die "Vollversammlung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen Europas" (Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae - CCEE) vereint die Präsidenten von 33 katholischen Bischofskonferenzen Europas und die Vertreter von fünf kleineren Landeskirchen wie Luxemburg und Zypern. Sie tritt einmal pro Jahr in einem jeweils anderen Land zusammen.

Dass diesmal Bratislava Tagungsort ist, erklärte Gastgeber Stanislav Zvolensky mit dem Jubiläum der Ankunft der Slawenapostel Cyrill und Method vor 1150 Jahren.

SDA-ATS