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Mit der Bilanz von 4:3 Siegen bleiben die Schweizer Curler um Skip Sven Michel an der EM auf dem Weg Richtung Playoffs. Am Dienstag verlieren sie gegen Norwegen 3:7 und besiegen Deutschland 6:4.

Europameister Sven Michel und seine Crew mit Stefan Meienberg, Simon Gempeler und Florian Meister bewiesen am Dienstag in der gut besuchten Eishalle in Champéry viel Moral. Denn das 3:7 gegen Norwegen im Duell der Europameister mit dem Weltmeister hätte demoralisierend sein können. Denn es war kein wirkliches Duell. In der ersten Hälfte stand die Partie zwar auf hohem Niveau. Die routinierten Norweger vermochten jedoch die wenigen Fehlsteine des Teams vom CC Adelboden konsequent zu nutzen. So stand es nach vier Ends 4:1, und nach einem gestohlenen Zweierhaus im 5. End war der Match praktisch gelaufen.

Am Nachmittag, im Match gegen das bisher überraschend stark aufgetretene deutsche Team um Skip Alexander Baumann, präsentierten sich die Curler des CC Adelboden jedoch so, als würden sie mitten in einer Siegesserie stecken: dezidiert, selbstbewusst, siegesgewiss. Sven Michel persönlich zeigte gegen Schluss der guten Partie ein Reihe von hervorragenden Steinen, mit denen er dem Gegner den Schneid abkaufte.

Mit der Zwischenbilanz von vier Siegen und drei Niederlagen haben die Berner Oberländer das Weiterkommen in der eigenen Hand. Mit Siegen in den abschliessenden Vorrundenspielen vom Mittwoch gegen Lettland und Dänemark würden sie die Playoffs höchstwahrscheinlich auf dem direkten Weg ohne Tiebreaks erreichen.

Die Weltmeisterinnen um Skip Binia Feltscher gewannen am Dienstag beide Partien gegen Aussenseiter. Einem 11:6 gegen Tschechien liessen sie ein 8:0 gegen Lettland folgen. Die Flimserinnen sind mit nunmehr fünf Siegen und zwei Niederlagen in einer komfortablen Position.

Beim Erfolg gegen die noch punktelosen Tschechinnen würde man normalerweise von einem Pflichtsieg sprechen. Es wurde allerdings ein hartes Stück Arbeit. Binia Feltscher verpasste im 2. End einen sicher scheinenden Zweier zum 2:1 und musste gleich darauf ein Dreierhaus zum 1:4-Rückstand hinnehmen. Mit einem weiteren Zweierhaus im 5. End verschafften sich die von Linda Klimova angeführten Tschechinnen eine 6:2-Führung. Wie oft an grossen Turnieren liessen sie gegen das Ende der Partie nach und erhöhten ihre Fehlerquote. In den Ends 6 bis 8 notierten die Schweizerinnen acht Steine (davon sechs gestohlene!) zum entscheidenden 10:6.

Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vermieden mit ihrer spektakulären Wende die allererste Niederlage eines Schweizer Frauenteams gegen Tschechien an Welt- und Europameisterschaften.

Im Match gegen Lettland spielten die Schweizerinnen mit dem Vorteil des letzten Steins zunächst defensiv. Im 3. End packten sie die erste sich bietende Chance mit einem Dreierhaus, das den weiteren Verlauf des Spiels prägte. Lettlands erfahrener Skip Iveta Stasa-Sarsune hatte im ganzen Spiel grosse Mühe mit der Länge der Steine, sodass die Schweizerinnen weitere Punkte stehlen konnten. Zum frühestmöglichen Zeitpunkt, nach sechs Ends, gaben die Lettinnen auf.

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SDA-ATS