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Europas Wirtschaft wächst weiterhin nur zaghaft. In den 28 Ländern der Europäischen Union (EU) legte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,3 Prozent zu, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte.

In den 18 Ländern der Euro-Zone stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Ökonomen waren davon ausgegangen, dass es wie schon im Frühling nur zu einem Plus von 0,1 Prozent reicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs das BIP in den Monaten Juli bis September laut Eurostat wie bereits im Quartal zuvor um 0,8 Prozent.

Von den EU-Ländern stecken mit Italien und Zypern noch zwei Länder in der Rezession. Deutschland schrammte knapp daran vorbei. Die Wirtschaft in Frankreich wuchs mit 0,3 Prozent im dritten Quartal überraschend sogar deutlich stärker als in Deutschland (0,1 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sieht die Lage aber genau umgekehrt aus: Während Deutschland ein Plus von 1,2 Prozent verbuchte, schaffte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone nur 0,4 Prozent.

Erholung der Krisenländer

Am stärksten in der EU wuchs Rumänien mit 1,9 Prozent gefolgt von Polen mit 0,9 Prozent. Die langjährigen Krisenländer Spanien und Griechenland zeigten sich mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent im Verhältnis zum Vorquartal relativ robust. Griechenland wuchs damit so stark wie kein anderes Land in der Euro-Zone.

Griechenlands Wirtschaft dürfte 2014 nach sechs Rezessionsjahren erstmals wieder wachsen. Die EU-Kommission rechnet mit plus 0,6 Prozent. Im nächsten Jahr dürfte es nach Ansicht der Brüsseler Behörde sogar um knapp 3 Prozent bergauf gehen.

Insgesamt war die Entwicklung der europäischen Wirtschaft im Verlauf des Jahres etwas besser als gedacht: Eurostat korrigierte die bisherigen Daten für die Euro-Zone für das erste Quartal von 0,2 auf 0,3 Prozent nach oben und für das zweite Quartal von 0 auf 0,1 Prozent.

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SDA-ATS