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Die Zürcher Staatsanwaltschaft will den am Mittwoch verhafteten Ex-Banker Rudolf Elmer in Untersuchungshaft nehmen. Sie hat dem Haftrichter einen entsprechenden Antrag gestellt. Dieser wird nun innerhalb von zwei Tagen entscheiden.

Ob Elmer hinter Gitter muss, wird am Montagmorgen kommuniziert, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Bis zum Entscheid bleibt Elmer aber in Polizeigewahrsam. Das bevorstehende Wochenende wird er somit im Gefängnis verbringen.

Elmer wurde am Mittwoch Abend in seiner Tiefgarage verhaftet - kurz nach seiner Verurteilung am Bezirksgericht Zürich.

Grund waren zwei Übergaben von Daten-CDs an die Enthüllungsplattform Wikileaks. Eine übergab er im Jahr 2008, die andere am vergangenen Montag in London, wo Elmer Wikileaks-Gründer Julian Assange medienwirksam zwei CDs überreichte, auf denen Angaben von mutmasslichen Steuersündern gespeichert sein sollen.

Der Staatsanwalt ist überzeugt, dass diese Verletzung des Bankgeheimnisses in der Schweiz verfolgt werden kann - auch wenn die Übergabe in London passierte.

Bereits einmal in Untersuchungshaft

Elmer sass wegen seines Kampfes gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Bank Julius Bär, bereits einmal in Untersuchungshaft. Im Jahr 2005 musste er einen Monat lang hinter Gittern leben.

Der entlassene Finanzfachmann wurde diese Woche zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt, weil er die Bank mit Emails und per Fax bedroht und genötigt hatte. In mehreren Fällen machte er auch geheime Kundendaten publik.

Sich selber bezeichnet er als Whistleblower, der Missstände im Offshore-Geschäft aufdecken will. Am Donnerstag kündigte er an, Beschwerde gegen das Urteil einzulegen.

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SDA-ATS