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Port-au-Prince - "Baby Doc" ist zurück: In einer Phase grösster politischer und sozialer Spannung ist der frühere haitianische Diktator Jean-Claude Duvalier nach 25 Jahren Exil überraschend in sein Land zurückgekehrt. Bei seiner Ankunft kam es am Flughafen zu tumultartigen Szenen.
"Baby Doc" landete am internationalen Flughafen Toussaint Louverture in Begleitung seiner Frau Véronique. Er wurde unter anderen von seinem damaligen Aussenminister Adrien Raymond und dem früheren Chef der Präsidentengarde Christophe Dardompré empfangen. Duvalier kam aus Paris und besitzt einen haitianischen Pass.
Welche Pläne der frühere Potentat hat, sagte er zunächst nicht. Nach seiner Ankunft zeigte er sich auf einem Balkon des Hotels Karibe und winkte Anhängern und Journalisten zu. "Ich bin gekommen, um zu helfen", sagte Duvalier. "Ich habe lange auf diesen Moment gewartet."
Nach Angaben seiner Frau ging der 59-Jährige nach dem Verlassen des Flugzeugs auf die Knie, um den Boden seines Heimatlandes zu küssen. Grund für die Rückkehr des Paares sei das Erdbeben vom 12. Januar 2010 mit rund 250'000 Toten gewesen, sagte sie. "Das war der Auslöser. Wir haben die Bilder im Fernsehen gesehen."
Land im ChaosMit der Rückkehr Duvaliers in das bitterarme Karibikland dürften die Spannungen in Haiti weiter wachsen. Das Land kämpft mit den Folgen des verheerenden Erdbebens von 2010 und befindet sich nach der Chaos-Wahl vom November mitten in einer schweren politischen Krise.
Nach der ersten Runde am 28. November war es zu Unruhen gekommen, als die Ergebnisse dafür hindeuteten, dass zwischen der früheren First Lady Mirlande Manigat und Prévals Kandidat Celestin zur Stichwahl kommen könnte.
Geld auf Schweizer Konten"Baby Doc" und sein Clan sollen den bitterarmen Karibikstaat um viele Millionen Dollar betrogen haben. Allein in der Schweiz wurden rund 7 Mio. Franken auf Bankkonten blockiert. Das Bundesgericht verweigerte Anfang 2010 die Herausgabe der Gelder an Haiti.
Es forderte Bundesrat und Parlament auf, erst eine Rechtsgrundlage zu schaffen, die dies ermöglicht. Der Bundesrat liess darauf die Duvalier-Gelder erneut blockieren. Zugleich brachte er im Eilverfahren neue Bestimmungen über Potentatengelder durch das Parlament.

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SDA-ATS