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Okwui Enwezor äusserte sich im August 2018 zu seinem Abgang aus dem Haus der Kunst in München. Eine Abrechnung. (Archiv)

Keystone/AP/JOERG SARBACH

(sda-ats)

Sieben Jahre lang war Okwui Enwezor Chef am Haus der Kunst in München, vor zwei Monaten hörte er auf - aus gesundheitlichen Gründen. Jetzt hat er sich im "Spiegel"-Interview zu seinem Abschied geäussert. Es ist eine Abrechnung.

Rund zwei Monate nach seinem Abschied aus dem Haus der Kunst hat sich der ehemalige Museumschef Okwui Enwezor erstmals dazu geäussert. Im "Spiegel" spricht der gebürtige Nigerianer von einer "Beleidigung" und sagt, er habe den Eindruck, "nicht mehr erwünscht" gewesen zu sein. "Ich bin geradezu perplex. Die Leistungen und Erfolge von sieben Jahren werden unter den Teppich gekehrt".

Enwezor glaubt, das liege auch an seiner Herkunft. "Ich sehe mich grundsätzlich nicht als Opfer von irgendwas. Aber es ist durchaus denkbar, dass meine Herkunft, auch mein Äusseres manchen zu Projektionen verleiten. Ich beobachte sehr wohl, wie ich kulturell abgewertet werde."

Als Beleg für diese Vermutung nennt er die Kritik daran, dass er nicht deutsch spricht. "Das wird auf erschreckende Weise überbetont. Manche Leute machen sich nicht einmal die Mühe, meinen Namen richtig auszusprechen, aber sie verlangen von mir, deutsch zu sprechen", sagte der 54-Jährige dem Magazin. "Ich glaube, dass es den Menschen, die nun verlangen, man müsse deutsch sprechen, nicht um Kommunikation sondern um etwas anderes geht."

Enwezor hatte sein Amt als künstlerischer Leiter Anfang Juni aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt - drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit. Er habe Krebs, sagte er dem "Spiegel". Das Haus der Kunst hatte bei seinem Abschied turbulente Zeiten hinter sich. Im Sommer 2017 wurden massive Geldprobleme bekannt.

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