Navigation

Ex-Polizeichef im Fall der vermissten Studenten in Mexiko verhaftet

Dieser Inhalt wurde am 22. November 2014 - 13:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Im Fall der 43 mutmasslich ermordeten Studenten in Mexiko ist der frühere Polizeichef der Stadt Cocula gefasst worden. César Nava González wurde unter dem Verdacht festgenommen, der Drogenbande Guerreros Unidos anzugehören.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag den Angehörigen der vermissten Lehramtsstudenten mit. Mitglieder der Bande werden verdächtigt, die jungen Männer in Cocula ermordet und ihre Leichen verbrannt zu haben.

Die 43 Studenten waren Ende September auf dem Rückweg von einer Spendensammelaktion in der Stadt Iguala von der Polizei festgenommen und der Drogenbande Guerreros Unidos übergeben worden.

Laut der Staatsanwaltschaft gestanden drei Bandenmitglieder, die Studenten auf einer Müllkippe von Cocula ermordet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Die Angehörigen haben jedoch Zweifel an dieser Darstellung, DNA-Untersuchungen sollen Gewissheit bringen.

Laut dem Anwalt Vidulfo Rosales, der die Familien der Studenten vertritt, gestand Nava González, in der Nacht des 26. September vom Polizeichef von Iguala um Mithilfe bei der Festnahme der jungen Männer gebeten worden zu sein. Nava González war kurz nach dem Vorfall abgetaucht, sein Amtskollege aus Iguala ist weiter auf der Flucht.

Igualas Bürgermeister und seine Frau werden verdächtigt, die Ermordung der Studenten angeordnet zu haben, um eine geplante Protestaktion am nächsten Tag zu verhindern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?