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Washington - Das wegen eines erhöhten Herzinfarkt-Risikos umstrittene Diabetesmittel Avandia steht weiter im Zwielicht. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA konnte sich am Mittwoch zwar nicht dazu durchringen, ein Verbot zu empfehlen.
Doch äusserten die Experten starke Bedenken gegen das Medikament des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline. Das Gremium stellte in einer mehrstündigen Sitzung fest, dass Avandia gegenüber einem Konkurrenzprodukt grössere Risiken aufweist.
In der abschliessenden Abstimmung reichte die Zahl der Stimmen für eine Verbotsempfehlung aber nicht aus. Die Experten forderten stattdessen Einschränkungen und stärkere Warnhinweise. Die FDA folgt üblicherweise dem Urteil.
Vor drei Jahren hatte eine Studie eine erhöhte Gefahr von Herzinfarkten beschrieben. Der Umsatz mit dem Mittel brach daraufhin ein. Im vergangenen Jahr lag er mit 771 britischen Pfund (923 Mio Euro) nicht einmal mehr bei der Hälfte dessen, was das Medikament vor dem Bekanntwerden der Risiken in die Kassen gespült hatte. Tendenz weiter fallend.
Noch viel schwerer als der Umsatzverlust wiegt aber die Furcht vor Schadenersatzklagen. An dieser Front hat GSK nach einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg nun etwas Klarheit schaffen können. Der Pharmakonzern kann demnach mit der Zahlung von 460 Mio. Dollar rund 10'000 Klagen auf einen Schlag beilegen. Insgesamt, so schätzen Analysten, sind 13'000 Klagen anhängig.

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SDA-ATS