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Experten des Bundes senken Wirtschaftsprognose für 2015

Die Schweizer Konjunktur hat sich 2014 solide entwickelt. Für das laufende Jahr geht die Expertengruppe des Bundes unverändert von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Für 2015 wurde die Prognose jedoch auf 2,1 Prozent gesenkt.

Der aktuelle Zustand der Weltwirtschaft ist ernüchternd. Bis Herbst 2014 konnte der Welthandel nicht nennenswert an Fahrt gewinnen. Das Konjunkturumfeld hat sich 2014 nur zögerlich verbessert und dürfte auch in den kommenden beiden Jahren anfällig für Rückschläge bleiben.

Besser sieht es in der Schweiz aus. Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat sich die Wirtschaftsdynamik im dritten Quartal wieder verstärkt, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Die Auguren des Bundes gehen daher davon aus, dass die Schweiz mit einem BIP-Wachstum von 1,8 Prozent für 2014 im europäischen Quervergleich wie in den vergangenen Jahren erneut gut abschneiden wird.

"Relativ freundliche Aussichten"

Als "relativ freundlich" bezeichnet die Expertengruppe die Schweizer Konjunkturperspektiven für 2015 und 2016. Für 2016 wird nun ein Wachstum von 2,4 Prozent erwartet. Die Wachstumsprognose für das kommende Jahr wurde aber gegenüber Mitte Oktober von 2,4 auf 2,1 Prozent gesenkt. Der Grund dafür ist in erster Linie die schleppende Erholung in Europa, insbesondere die temporäre Schwäche in Deutschland.

Die Bundes-Experten bleiben damit aber immer noch deutlich optimistischer als Konjunkturforscher von Banken und Forschungsinstitutionen, etwa von Credit Suisse, UBS, ZKB, KOF ETH, Bakbasel oder Economiesuisse. Die Schweizerische Nationalbank hatte die Wirtschaftsaussichten jüngst etwas besser eingeschätzt als noch im September und geht neu von rund 2,0 Prozent aus.

Der Optimismus der Auguren des Bundes gründet unter anderem in einer "gewissen" Exportbelebung, die in den letzten beiden Quartalen vor allem in der Pharmaindustrie festzustellen war. Diese Belebung dürfte sich gemäss Mitteilung nach und nach zu einer Exporterholung festigen und für positive Wachstumsimpulse im Aussenhandel sorgen.

Weiterhin mit einer robusten Expansion rechnen die Experten bei der inländischen Nachfrage, die in den letzten Jahren die wesentliche Konjunkturstütze war. Gestützt wird diese durch das anhaltende Bevölkerungswachstum. Die Bauinvestitionen dürften allerdings ihren Zenit überschritten haben. Dies aufgrund der Zweitwohnungsinitiative sowie Abkühlungstendenzen am Immobilienmarkt.

Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt

Keine Entwarnung, aber ein stetige Verbesserung ist in den nächsten Jahren auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten. Die Arbeitslosenquote dürfte 2015 auf 3,1 Prozent und 2016 auf 2,8 Prozent sinken.

Vermehrt dürfte auch in der Industrie, in der in den vergangenen sechs Jahren per Saldo rund 35'000 Stellen verlorengingen, wieder eine Beschäftigungszunahme stattfinden.

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