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Die beiden französischen Gutachter machten im Prozess am Dienstag keine Prognose zur langfristigen Therapierbarkeit des Angeklagten.

KEYSTONE/FREDERIC BOTT

(sda-ats)

Zwei französische Gutachter haben am Dienstag im Prozess um das Tötungsdelikt Adeline keine Prognose zur langfristigen Therapierbarkeit des Angeklagten gemacht. Sie beschrieben den 42-jährigen als Psychopathen.

Die beiden französischen Experten sehen den Angeklagten nicht im psychiatrischen Sinne als krank an, sprachen jedoch von einer krankhaften Persönlichkeit. Der 42-Jährige sei ein pervers gestörter Psychopath.

Die beiden Experten sehen ein hohes Risiko für Wiederholungstaten. "Kurzfristig ist die Gefahr sehr hoch, mittelfristig ist es schwierig- und langfristig unmöglich zu sagen", gaben die beiden Experten Daniel Zagury und Pierre Lamothe dem Gericht an.

Die beiden Gutachter erachten den Angeklagten als voll schuldfähig. Bei einem Psychopathen könne man keine Therapie wie bei einer psychisch kranken Person anordnen. Es sei zudem unmöglich, dem französisch-schweizerischen Doppelbürger zu helfen, wenn sich dieser nicht kooperativ zeige.

Falls er nicht kooperiere, könne eine Behandlung sogar kontra-produktiv sein, gaben die beiden Experten an. Sie machten keine Prognose zur Frage, ob der Angeklagte auf Lebenszeit therapierbar sei oder nicht.

Entscheidend für Verwahrung

Es fehlten die klinischen Grundlagen und Studien dazu. Man müsse seine Entwicklung regelmässig überprüfen, sagten die beiden Gutachter. Diese Frage ist entscheidend bezüglich der Verurteilung zu einer lebenslänglichen Verwahrung.

Nur wenn zwei psychiatrische Gutachten unabhängig voneinander zum Schluss kommen, dass ein Straftäter langfristig nicht therapierbar ist, kann die Höchststrafe verhängt werden. Die beiden Schweizer Experten, welche das andere Gutachten erstellt hatten, werden erst am Mittwoch befragt.

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SDA-ATS