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Eine Explosion in einer bulgarischen Fabrik für Sprengstoff hat 15 Menschen getötet. 13 Männer und 2 Frauen seien ums Leben gekommen, sagte Zivilschutzchef Nikolaj Nikolow am Donnerstag.

Damit habe keiner der Vermissten überlebt - die schlimmsten Befürchtungen der Angehörigen der Mitarbeiter der Fabrik nahe dem nordwestbulgarischen Dorf Gorni Lom bestätigten sich weniger als 24 Stunden nach dem Unglück. Das Rote Kreuz verstärkte sein Psychologen-Team am Unglücksort.

Für diesen Freitag wurde in ganz Bulgarien ein Trauertag ausgerufen. Politische Parteien sagten ihre Veranstaltungen zum Abschluss des Wahlkampfs für die Parlamentswahl an diesem Sonntag ab.

"Die Tragödie ist gross, alles ist zerstört", sagte Innenminister Jordan Bakalow bei einem Besuch des Unglücksortes. Bei der Explosion am Mittwoch seien zudem mindestens drei Menschen ausserhalb des Werks verletzt worden. Die Ursache sei vermutlich menschliches Versagen.

Zahlreiche Mängel festgestellt

Die privat geführte Fabrik stellt Sprengstoff für zivile Zwecke her und verschrottet Munition. Als das Unglück geschah, entschärften die Mitarbeiter Landminen aus Griechenland.

Doch die Aufsichtsbehörden hatten bereits zahlreiche Mängel in der Fabrik festgestellt. Die Ausrüstung sei veraltet, es fehlte ein Notausgang, sagte Arbeitsminister Jordan Hristoskow. Das Arbeitskontrollamt ordnete am Donnerstag umgehend die Schliessung der Fabrik an. Die Explosion hatte das Werk ohnehin komplett zerstört.

In Bulgarien, dem ärmsten Land der EU, gibt es grosse Mengen an veralteter Munition aus kommunistischer Zeit. Vieles ist noch nicht entschärft worden, in den vergangenen Jahren gab es immer wieder ähnliche Unglücke.

Bei einer Explosion in einem Munitionslager bei Sliven in Ostbulgarien waren im Jahr 2012 drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Serie von Explosionen in einem Waffendepot östlich der Hauptstadt Sofia hatte vor mehreren Jahren die Einwohner der Balkan-Metropole in Angst und Schrecken versetzt. Tote gab es damals allerdings nicht.

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SDA-ATS