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Frankfurt - Angesichts der Schuldenkrise lässt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum auf seinem Rekordtief. Trotz der gestiegenen Inflation bleibt er bei 1,0 Prozent.
Das entschied der EZB-Rat bei seiner ersten Sitzung des Jahres in Frankfurt. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Banken im Euroraum mit Zentralbankgeld verharrt seit Mai 2009 auf diesem Niveau.
Ökonomen rechnen frühestens Ende 2011 mit einer Zinsänderung, obgleich die Inflation im Eurogebiet im Dezember 2010 über die wichtige Marke von 2,0 Prozent auf 2,2 Prozent geklettert war. Die EZB sieht mittelfristig stabile Preise nur bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent.
Kurzfristig höherer Inflationsdruck
Zwar habe der Inflationsdruck wegen höherer Energie- und Nahrungsmittelpreise an der Lageeinschätzung der EZB grundlegend noch nichts geändert, sagte Notenbank-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag. "Aber es ist angezeigt, dass wir die Entwicklung der Preise sehr genau beobachten."
Die EZB sieht kurzfristig höheren Inflationsdruck in der Eurozone. Grund dafür seien vor allem steigende Energiepreise, sagte Trichet. Mittelfristig stehe die Entwicklung aber im Einklang mit der Preisstabilität.
Trichet betonte, die EZB sei trotz anderer Probleme wie der Schuldenkrise der Eurozone in erster Linie der Sicherung stabiler Preise verpflichtet. Sie könne und werde deshalb im Zweifelsfall handeln. "Wir sind niemals vorab darauf festgelegt, dass wir die Zinsen nicht bewegen."
Er erinnerte an die vielfach kritisierte letzte Zinserhöhung der EZB im Juli 2008, als bereits viele andere Zentralbanken, darunter die US-Notenbank Federal Reserve und die Bank of England, ihre Geldpolitik wegen der Finanzkrise lockerten und die Zinsen senkten. Damals wie heute hatten steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise in aller Welt die Teuerung angeheizt.
Gift für die Erholung
Höhere Zinsen würden Kredite verteuern und könnten daher Gift für die Erholung der Konjunktur sein. Das würde insbesondere die Bemühungen der hoch verschuldeten Staaten wie Irland, Griechenland oder Portugal zusätzlich erschweren, deren Wirtschaftsentwicklung durch die öffentlichen Sparmassnahmen bereits schwer belastet wird.

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SDA-ATS