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Hält an der lockeren Geldpolitik fest: Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank. (Archiv)

Keystone/DPA dpa/A3399/_ARNE DEDERT

(sda-ats)

Europas Währungshüter halten zunächst unverändert Kurs - ungeachtet drängender Forderungen nach einem Ende der Geldflut. Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent.

Für das Geldparken knöpft die EZB Geschäftsbanken nach wie vor 0,4 Prozent Strafzinsen ab. Zudem steckt die Notenbank noch bis mindestens Ende Dezember 2017 Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Diesen Kurs bekräftigte der EZB-Rat bei seiner Sitzung am Donnerstag in Frankfurt.

Im Vorfeld gab es Spekulationen, dass Notenbank-Präsident Mario Draghi am Nachmittag zumindest Andeutungen zu einem Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machen würde. Anfang Juni hatte die EZB erste vorsichtige Hinweise gegeben: Die Wachstumsrisiken für den Euroraum seien "weitgehend ausgeglichen" statt "abwärtsgerichtet", erklärte Draghi vor sechs Wochen. Zudem strich die EZB die Passage zu möglichen weiteren Zinssenkungen.

Mit viel billigem Geld versucht die EZB seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und die Teuerung anzuheizen. Angestrebt wird Preisstabilität bei einer Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent - weit genug entfernt von der Nullmarke.

Weil die Zeiten einer Inflationsrate nahe Null vorerst vorbei sind und die Konjunktur im Euroraum wieder besser läuft, wächst der Druck auf die Währungshüter, ihren Anti-Krisen-Kurs zu beenden. Konkrete Schritte erwarten Ökonomen frühestens in der September-Sitzung des EZB-Rates. Dann liegen den Währungshütern die neuesten Prognosen der Notenbank zur Entwicklung der Konjunktur und der Teuerungsrate im Euroraum vor.

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SDA-ATS