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Nutzer von Facebook und Instagram können dank einer neuen Funktion künftig besser kontrollieren, wie viel Zeit sie in den Netzwerken verbringen. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/MATT ROURKE

(sda-ats)

Nutzer von Facebook und Instagram können künftig besser kontrollieren, wie viel Zeit sie in den Netzwerken verbringen. So wird ihnen über die Menüfunktion sowohl die durchschnittliche Nutzungsdauer der vergangenen Woche, als auch die tägliche Zeit pro Gerät angezeigt

Das teilten die beiden Plattformen am Mittwoch mit. Darüber hinaus können User angeben, wie lange sie täglich aktiv sein wollen. Wird diese selbstgesetzte Grenze erreicht, werden sie beispielsweise per Nachricht informiert.

Das neue Feature werde in den kommenden Wochen für jeden verfügbar sein, hiess es bei einem gemeinsamen Pressegespräch der beiden Plattformen.

"Unser Ziel mit diesen Tools ist, die Leute dazu zu befähigen, achtsam und bewusste Entscheidungen darüber zu fällen, wie viel Zeit sie auf Instagram und Facebook verbringen", sagte Instagram-Manager Ameet Ranadive. Es gehe darum, dass die User ihre Zeit bei den Netzwerken sinnvoll gestalteten, hiess es.

Der Facebook-Konzern reagiert mit den neuen Tools auf eine Debatte in den USA und anderen Ländern, in der die Folgen einer übermässigen Nutzung von Sozialen Medien und Smartphones thematisiert wird. Google und Apple, die Anbieter der beiden führenden Smartphone-Plattformen Android und iOS, hatten im Frühsommer bereits ähnliche Funktionen vorgestellt.

"Vernetzung wichtiger als Nutzungszeit"

Auf Facebook hatte sich schon Ende des vergangenen Jahres die durchschnittliche Nutzungszeit reduziert, nachdem dort durch einen Algorithmus-Wechsel weniger viral verbreitete Videos gezeigt worden waren. Zum Strategiewechsel des Konzerns gehört auch, dass die User weniger Nachrichten und Inhalte von Facebook-Seiten zu sehen bekommen und stattdessen mehr Beiträge von Freunden und Verwandten.

"Den Menschen dabei zu helfen, sich zu vernetzen, ist wichtiger, als die Nutzungszeit zu verlängern", sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg damals. Das sei auf lange Sicht auch gut für das Unternehmen.

Das weltgrösste Online-Netzwerk Facebook hat aktuell 2,2 Milliarden Nutzer. Allerdings setzte in diesem Jahr der Datenskandal um Cambridge Analytica dem Unternehmen schwer zu. Zudem ging aufgrund der neue EU-Datenschutzverordnung die Zahl der täglich und monatlich aktiven Nutzer in Europa zurück.

Der Fotodienst Instagram, den Facebook 2012 übernommen hat, zählt derzeit mehr als eine Milliarde User.

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