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Zwei Monate nach dem Zugunglück von Bad Aibling mit elf Toten ist der Fahrdienstleiter in Untersuchungshaft genommen worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein am Dienstag mit.

Dem Mann werde vorgeworfen, auf seinem Handy bis kurz vor dem Zusammenprall der beiden an dem Unfall beteiligten Regionalzüge ein Computerspiel gespielt zu haben. Dadurch sei er abgelenkt gewesen. Das Amtsgericht Rosenheim habe Untersuchungshaft wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angeordnet.

Den Ermittlern zufolge wird dem Mann nach den neuen Erkenntnissen zu seiner Handynutzung nicht mehr nur Augenblicksversagen, sondern eine erheblich schwerer ins Gewicht fallende Pflichtverletzung vorgeworfen. Er habe das Spielen gestanden, aber bestritten, davon abgelenkt worden zu sein.

Bei früheren Ermittlungsergebnissen war dem 39-Jährigen vorgeworfen worden, die eingleisige Strecke für zwei Züge gleichzeitig freigegeben zu haben. Anschliessend habe er auch noch einen Warn-Funkspruch an die Lokführer falsch abgesetzt.

Die Funk-Nachricht sei statt an die Lokführer an die anderen Fahrdienstleiter in der Umgebung gesendet worden. Dies hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Ende März der "Bild"-Zeitung gegenüber gesagt.

Bei dem Zugunglück am 9. Februar waren zwei Regionalzüge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengeprallt. Elf Menschen starben, weitere 85 wurden verletzt.

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SDA-ATS