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Bern - Nun weiss auch das Bundesamt für Polizei, was das Schweizer Fernsehen längst herausgefunden hat: Armee und Bundeskriminalpolizei sind jahrelang einem falschen Doktor auf den Leim gegangen. Die steile Karriere des Hochstaplers Tiziano Sudaro geht damit jäh zu Ende.
Nach einer Laufbahn beim Militärdepartement war der Generalstabs-Oberst ab November 2009 Leiter des Kommissariats IV Criminal Intelligence bei der Bundeskriminalpolizei. Als solcher führte er Voruntersuchungen durch zu Schwerstkriminalität wie Terrorismus und organisiertem Verbrechen.
Anfang Januar dann kam bereits das Aus: Sudaro hängte seinen Job an den Nagel - aus persönlichen Gründen, wie es hiess. Dem abrupten Abgang vorausgegangen waren jedoch Recherchen des Schweizer Fernsehens SF, die ihn als falschen Doktor entlarvten.
Tatsächlich hat Sudaro keine Dissertation an einer Hochschule in Barcelona geschrieben, wie er angegeben hatte. Und nicht nur das: Er hat nicht einmal das Lizenziat an der Universität Freiburg gemacht. Auch dieser Abschluss war gefälscht, wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA bestätigte.
Das fedopl wird nun Strafanzeige einreichen wegen Fälschung von Ausweisen, Urkundenfälschung und allenfalls auch wegen Betrugs.
Auch das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) muss über die Bücher. "Bundesrat Ueli Maurer hat seinen Personalchef angewiesen, zu untersuchen, wie es dazu kommen konnte", sagte VBS-Sprecher Martin Bühler auf Anfrage.
Das Militärdepartement hat allen Grund, die Rekrutierung ihrer Spitzenbeamten kritisch zu durchleuchten: Beim VBS war Sudaro jahrelang als "Chef Strategieplanung Verteidigung" im inzwischen aufgelösten Planungsstab der Armee - ein wesentlich gewichtigerer Posten als jener, den er bei der Bundeskriminalpolizei innehatte.

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SDA-ATS