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Die kantonalen Kontrolleure zur Bekämpfung der Schwarzarbeit haben im vergangenen Jahr in 2986 Fällen eine Strafe oder Mahnung ausgesprochen. Das entspricht 8 Prozent der 37'001 durchgeführten Personenkontrollen.

Die Zahl der verhängten Massnahmen liegt 72 Prozent über dem Wert des Vorjahres, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Dienstag im Jahresbericht zum Vollzug des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit mitteilte. Damals wurden jedoch Mahnungen noch nicht gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahr sank 2010 die Zahl der Personenkontrollen um 3,5 Prozent. Diese seien dafür vertiefter durchgeführt worden, heisst es. Insgesamt setzten die Kantone 66,9 Stellen für die Kontrollen ein. Das waren 9,7 Stellen mehr als im Jahr davor.

Deutliche Unterschiede zeigen sich laut SECO zwischen den Kantonen. Vor allem die Stadt- und Grenzkantone Genf und Basel-Stadt engagieren sich stark. Grundsätzlich zeigen die Westschweizer Kantone mehr Einsatz als die Deutschschweizer Kantone.

Härtestes Vorgehen in Genf

Betriebe mit schwerwiegenden oder wiederholten Verstössen können neu von öffentlichen Ausschreibungen oder Finanzhilfen ausgeschlossen werden. Solch scharfe Sanktionen werden jedoch noch eher selten ausgesprochen. Schweizweit gab es 2010 insgesamt 88 Sanktionen (Vorjahr: 35). Vorreiter ist der Kanton Genf, der 68 der Sanktionen verhängte; der Kanton Tessin folgt mit 15.

Markant mehr Arbeitgeber haben sich zudem für eine vereinfachte Abrechnung der Sozialbeträge angemeldet. Dadurch dürften 2010 über das System erstmals über 10 Millionen Franken abgerechnet worden sein. Genaue Zahlen sind noch nicht verfügbar.

Mit dem im 2008 in Kraft getretenen Gesetz gegen die Schwarzarbeit hat der Bund schärfere Sanktionen für Arbeitgeber eingeführt. Begleitet wurde die Einführung mit einer Informations- und Sensibilisierungskampagne.

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SDA-ATS