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Unter den nun in der Türkei entlassenen Staatsbediensteten sind mehr als tausend Armee-Angehörige. (Archiv)

KEYSTONE/AP/LEFTERIS PITARAKIS

(sda-ats)

Im Zuge ihres Vorgehens gegen mutmassliche Putsch-Unterstützer hat die türkische Regierung fast 4000 weitere Staatsbedienstete entlassen. Unter den 3974 Entlassenen sind mehr als tausend Mitarbeiter des Justizministeriums und mehr als tausend Armee-Angehörige.

In einem am Samstag veröffentlichten Dekret war jeder einzelne Entlassene namentlich erwähnt. Die türkische Regierung geht seit Monaten gegen mutmassliche Anhänger der Gülen-Bewegung vor.

Ankara macht die Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen für den gescheiterten Militärputsch vom vergangenen Juli verantwortlich. Seit dem Putschversuch wurden daher in der Türkei zehntausende mutmassliche Gülen-Anhänger inhaftiert oder aus dem Staatsdienst entlassen.

Erst am Mittwoch hatte die Polizei bei landesweiten Razzien mehr als tausend Verdächtige festgenommen, tausende weitere wurden per Haftbefehl gesucht. Am selben Tag suspendierte die Polizei in den eigenen Reihen mehr als 9100 Beamte, weil sie Verbindungen zum Gülen-Netzwerk haben sollen.

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SDA-ATS