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In der spanischen La Liga startet Meister Real Madrid als Favorit ins Titelrennen mit dem FC Barcelona. Atlético Madrid liegt als einziger Verfolger in Schlagdistanz mit den zwei Schwergewichten.

Nein, eine Machtumkehr bringt die bevorstehende 87. spanische Meisterschaft nicht. An der dünnen Spitze liegen die Vorteile wegen dem turbulenten Sommer des FC Barcelona nun scheinbar klar bei Real. Klare Nummer 3 ist Atlético, das die beiden Grossen trotz Transfersperre necken kann. Dahinter klafft eine grosse Lücke zum Trio FC Sevilla, Villarreal und Athletic Bilbao, das vor dem breiten Mittelfeld liegt.

Wie sich der Abgang von Neymar beim FC Barcelona auswirkt, zeigte sich im spanischen Supercup. Der Cupsieger verlor das Duell gegen den Meister und Champions-League-Sieger Real Madrid mit Hin- und Rückspiel mit dem Gesamtskore von 1:5. Dass Barça in der aktuellen Besetzung nicht mit dem gut geölten Real-Ensemble mithalten kann, verdeutlichte nicht nur das Resultat.

Valverdes Prüfung

Ernesto Valverde, der Trainer-Nachfolger von Luis Enrique beim FC Barcelona, steht vor einer grossen Prüfung. Dem Team um Lionel Messi fehlt durch den Abgang von Neymar augenscheinlich ein Zacken. Der brasilianische Ballartist vollzieht seine Kabinettstücke für ein paar katarische Petrodollars mehr neuerdings in Paris. Ohne den dritten Star im Bunde des kongenialen Dreizacks kam der Equipe in den Supercup-Duellen gegen Real in der Offensive die Durchschlagskraft abhanden. Das Rückspiel (0:2), in dem mit Iniesta ein zweites Herzstück fehlte, nahm phasenweise demütigende Züge an.

Zweifelsohne wünschen sie sich in Barcelona die beiden Wunschspieler Philippe Coutinho und Ousmane Dembélé herbei. Sie könnten die Maschinerie wieder zum Laufen bringen, doch ihre Transfers gestalten sich zäh.

Reals Stärke

Allein mit dem Beben in Barcelona lässt sich das klare Verdikt in der "Supercopa de España" nicht begründen. Das überaus starke Real steuerte seinen Teil bei. Zinédine Zidane führte den Champions-League-Sieger der letzten beiden Spielzeiten schon vor dem eigentlichen Saison-Startschuss zu zwei (Supercup-)Titeln. In anderthalb Jahren als Real-Trainer hat der Franzose schon sieben Trophäen gewonnen.

Während Barcelona den Ausfall von Neymar nicht auffangen konnte, lieferte Real seine Demonstration im Rückspiel ohne den wegen seines Schiedsrichter-Remplers für fünf Spiele gesperrten Cristiano Ronaldo ab. Marco Asensio, beide Male Torschütze, drängte sich im Sturm als Alternative auf, der im Rückspiel bärenstarke Mateo Kovacic im Mittelfeld. Isco, überragend im Hinspiel, scheint bereit für den nächsten Schritt. Wohl zu Recht begründete Präsident Florentino Perez Reals Zurückhaltung auf dem ausufernden Transfermarkt und im Poker um Frankreichs Supertalent Kylian Mbappé damit, keinen Bedarf an neuen Spielern zu haben. Mit Real ist 2017/18 trotz einiger Abgänge wiederum auf allen Bühnen zu rechnen.

Atléticos Transfersperre

Einzig Atlético Madrid bringt das Rüstzeug mit, um dem finanziell entrückten Duo Paroli zu bieten. Das Team, das in seine sechste Saison unter dem in der Liga dienstältesten Trainer Diego Simeone geht, fiebert dem Einstand in der neuen Heimstätte entgegen. Nach drei Auswärtsspielen ist das 73'000 Zuschauer fassende "Wanda Metropolitano" bezugsbereit.

Transfers konnte Atlético im Sommer indes keine tätigen. Der Meister von 2014 ist wegen unerlaubter Geschäfte mit minderjährigen Spielern mit einer Transfersperre bis Ende Jahr belegt. Der für 36 Millionen Euro vom FC Sevilla verpflichtete Vitolo bestreitet die Hinrunde deshalb leihweise für Las Palmas. Die Verpflichtung des bei Chelsea verschmähten Stürmers Diego Costa muss warten.

Schärs Neustart in La Coruña

Mit Fabian Schär mischt nach drei Jahren Unterbruch wieder ein Schweizer in Spaniens höchster Liga mit. Der 25-jährige Nationalverteidiger nimmt bei Deportivo La Coruña einen neuen Anlauf nach zwei unbefriedigenden Saisons bei Hoffenheim.

Auf dem Papier scheint seine Ausgangslage an der Atlantikküste im Nordwesten Spaniens nicht allzu komfortabel. Die drei Konkurrenten Schärs um die Plätze in der Innenverteidigung werden auf dem Transfermarkt höher gehandelt. Der 25-jährige Ostschweizer mit gehobenen Qualitäten im Spielaufbau stand aber in den letzten beiden Testpartien, bei den Zu-Null-Siegen gegen West Bromwich (2:0) und Teneriffa (3:0), in der Startelf und sagte gegenüber dem "St. Galler Tagblatt": "Die Spanier gaben mir ein gutes Gefühl und bemühten sich am stärksten um mich. Es hat gepasst."

Er habe sich bewusst gegen eine Rückkehr in die Schweiz entschieden, so Schär weiter. Will heissen: Der St. Galler mit engem Bezug zur Familie in der Schweiz will sich im Ausland durchbeissen und nimmt dafür private Abstriche in Kauf. "Von nun an erhält das Sportliche noch mehr Gewicht", kündigte er an, nachdem er in Hoffenheim unter Trainer Julian Nagelsmann meist auf der Tribüne gesessen war und es ihn an freien Tagen oft in die Heimat gezogen hatte.

Deportivo La Coruñas Glanzzeiten mit dem Meistertitel 2000 und dem Einzug in die Halbfinals der Champions League 2004 liegen eine Weile zurück. Seit der Saison 2010/11 stieg der Klub zweimal ab; beide Male gelang der sofortige Wiederaufstieg. Die letzte Saison beendeten die Galicier auf dem 16. Platz. Zum Auftakt der neuen Spielzeit gastiert am Sonntag Real Madrid im Estadio Municipal de Riazor.

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SDA-ATS