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Der FC Luzern aus der Spitzengruppe der Super League muss sich dem klaren Leader Basel in dessen Stadion beugen. Die überlegenen Basler gewinnen dank zwei Toren von Marc Janko verdientermassen 3:1.

Die angeregte Torproduktion in der ersten Halbzeit überraschte nicht, gehören doch beide Mannschaften zu den offensivstärksten der Liga. Auffällig war jedoch, wie gut die Leute aus den Defensivreihen zur Geltung kamen. Das 1:0 erzielte Innenverteidiger Marek Suchy mit dem Kopf nach einer schönen Freistossflanke des defensiven Mittelfeldspielers Luca Zuffi. Luzern verkürzte nach 36 Minuten zum 1:2, als der nach vorne geeilte Verteidiger François Affolter nach einem Corner einen abgeprallten Kopfball-Versuch von Tomi Juric verwertete.

Die Aktion von Juric hätte abgepfiffen werden können, weil sich der Australier auf einen Gegenspieler aufstützte. Die Innerschweizer konnten dieses Hoffnung gebende Tor jedoch allemal brauchen. Die Basler hätten in der Halbzeit klarer führen können als mit 2:1. Sie spielten von Beginn an konzentriert und druckvoll - ganz im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Lausanne, als sie fahrig anfingen, in der zweiten Halbzeit 1:3 in Rückstand gerieten und das Blatt danach noch wenden konnten.

Der dezidierte Einsatz der Basler machte der Mannschaft von Trainer Markus Babbel von Beginn an zu schaffen, aber gerade dank Affolters Tor konnten die Innerschweizer die augenscheinliche Unterlegenheit lange Zeit überspielen. Sie hielten die Partie resultatmässig offen und durften jederzeit auf ein weiteres Tor hoffen, wenn auch Basel in der Abwehr nicht viel zuliess. Letztlich hatten die Innerschweizer in gewisser Weise sogar Pech. Der eingewechselte Offensivspieler Cédric Itten vergab nach 77 Minuten eine riesige Chance zum Ausgleich, als er den Ball aus geringer Distanz über die Latte drosch.

Nur wenig später machte Marc Janko, der schon das 2:0 erzielt hatte, alles klar. Für den FCB kann es für die folgenden Wochen und Monate von Vorteil sein, dass die Mannschaft im Unterschied zu früheren Saisons nicht mehr im Europacup engagiert ist. Die Leistung im Match gegen Luzern war ein Indiz dafür, dass Trainer Urs Fischer das Team nach wie vor im Griff hat. Und dass er nach schwächeren Leistungen die Zügel anzuziehen vermag.

Beide Trainer liessen durchblicken, dass sie auch den nun folgenden Wochentagsspielen im Cup - Basel gegen Zürich, Luzern in Aarau - Rechnung tragen. Sie gönnten ermüdeten Trümpfen der Offensive bis in die Schlussphase eine Pause. Bei Luzern durften sich Marco Schneuwly und Markus Neumayr ausruhen, bei Basel Seydou Doumbia.

Telegramm:

Basel - Luzern 3:1 (2:1)

24'894 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 19. Suchy (Zuffi) 1:0. 34. Janko (Elyounoussi) 2:0. 36. Affolter (Juric) 2:1. 81. Janko (Steffen) 3:1

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Zuffi; Elyounoussi (81. Callà), Fransson (74. Serey Die), Steffen (91. Bua); Janko.

Luzern: Zibung; Costa (79. Marco Schneuwly), Lucas, Affolter; Grether, Ugrinic, Kryeziu, Christian Schneuwly; Rodriguez (46. Neumayr), Juric, Oliveira (62. Itten).

Bemerkungen: Basel ohne Delgado, Balanta (beide verletzt) und Vailati (krank). Luzern ohne Lustenberger (gesperrt) und Arnold (verletzt). Verwarnungen: 19. Grether (Foul), 67. Steffen (Ballwegschlagen), 75. Neumayr (Foul), 76. Itten (Foul).

SDA-ATS

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