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Roger Federer muss beim 6:4, 6:2, 7:5 gegen Philipp Kohlschreiber bloss einen heiklen Moment überstehen. Auf den Viertelfinal freut er sich bereits.

Es gab im Achtelfinal von Federer nur einen kleinen Moment der Spannung, als der Schweizer nach dem zweiten Satz eilig den Platz verliess. Hinterher erklärte er, dass er eine Muskelverspannung im unter Rückenbereich verspürt hatte. "Ich rannte direkt zum Physio. Nach drei Minuten war ich zurück. Es war eine Vorsichtsmassnahme, kein ernstes Problem. Das macht mir keine Sorgen."

Sorgen konnte ihm auch Kohlschreiber nicht bereiten. Der Deutsche kam einem Exploit nicht mal nahe, in den 109 Minuten erspielte er sich keine einzige Breakchancen. "Ich habe gut gespielt", befand Federer. "Ich kann aber sich noch besser spielen". Im Vergleich zu den vorherigen Runden habe es vor allem mit der Konzentration besser geklappt. Er sei auch konstanter aufgetreten.

Im Viertelfinal dürfte er nach zwei glatten Erfolgen zuletzt wieder mehr gefordert werden. Es werde ein aufregender Match gegen Juan Martin Del Potro. "Ich freue mich darauf. Wir mögen uns sehr und spielen gern gegeneinander", sagte Federer. Am US Open standen sich die beiden im Final 2009 gegenüber. Der Südamerikaner beendete damals die seit 2004 anhaltende Siegesserie des Schweizers. "Ich hatte damals viele Chancen nicht genutzt", bedauerte er.

Als ersten Härtetest wollte Federer die Partie gegen Del Potro, die am Mittwoch in der Night Session stattfinden dürfte, nicht bezeichnen. "Der Test war gegen Feliciano Lopez (in der 3. Runde -Red.). Da merkte ich, dass es besser geht." Nach den schwierigen ersten zwei Matches, die über fünf Sätze gingen, ist Federer nun wieder im Rhythmus. Die letzten acht Sätze in New York hat er gewonnen.

An das Rennen um die Nummer 1 in der Weltrangliste habe er aber bislang noch nicht gedacht. "Ich konzentriere mich auf die Matches", sagte der 19-fache Grand-Slam-Sieger, der Nadal beim US Open entthronen könnte. Die Weltranglistenführung könne sich ohnehin frühestens im Halbfinal entscheiden. Vor dem allfälligen Halbfinal gegen Nadal muss er aber Del Potro schlagen, der im Achtelfinal beim 1:6, 2:6, 6.1, 7:6 (7:1), 6:4 gegen Dominic Thiem eine spektakuläre Leistung zeigte.

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SDA-ATS