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In dem riesigen Wohnkomplex im Stadtteil Dorstfeld wohnen viele sozial schwache Familien.

Keystone/EPA/LEON KUEGELER

(sda-ats)

Wegen schwerer Mängel beim Brandschutz evakuiert die Stadt Dortmund einen Hochhauskomplex mit knapp 800 Bewohnern. Die Menschen mussten am Donnerstagabend kurzfristig ihre Wohnungen verlassen.

Die Sicherheitsmassnahme diene dem Schutz der Mieter und sei unumgänglich, teilte die Stadt mit. Bei einem Brand in dem riesigen Komplex könne sich Rauch gefährlich schnell ausbreiten. Ausserdem fehlten Rettungswege. In dem riesigen Wohnkomplex im Stadtteil Dorstfeld wohnen viele sozial schwache Familien.

Viele Bewohner verliessen das Gebäude schon am Nachmittag, als sich die Nachricht von der Evakuierung herumsprach. Zeitweise standen mehr als 100 Menschen draussen rund um das Haus und warteten auf Unterstützung. Viele hatten die nötigsten Habseligkeiten in Rucksäcken und Taschen gepackt.

Die Stadt richtete ein Notquartier mit rund 500 Betten in der Helmut-Körnig-Halle ein. Für Familien gebe es einen eigenen Bereich. Mehrere hundert Helfer seien im Einsatz. In den nächsten Tagen sollen dann für alle Bewohner "bedarfsgerechte Unterbringungen" gefunden werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Umbau dauert Monate

"Wie lange das Gebäude evakuiert bleiben muss, kann derzeit nicht sicher beantwortet werden", sagte der Leiter des Krisenstabes, Ludger Wilde. Bevor die Bewohner zurückkehren könnten, sei ein erheblicher Umbau notwendig. Das werde wohl einige Monate dauern. Nach den letzten Baumassnahmen des Eigentümers habe der Komplex seine Brandschutzgenehmigung verloren.

So gebe es keine ausreichende Trennung zwischen dem Parkdeck im Untergeschoss und den Wohnungen. Durch Schächte mit direkter Verbindung nach oben könne sich tödlicher Rauch bei einem Brand schnell ausbreiten. Auch gebe es keine ausreichenden Rettungswege. "Unmittelbares Handeln ist erforderlich", betonte Wilde.

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SDA-ATS