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Der erste Leader der 105. Tour de France heisst Fernando Gaviria. Der Debütant aus Kolumbien setzt sich in der 1. Etappe von Noirmoutier-en-l'Île nach Fontenay-le-Comte im Massensprint durch.

Fernando Gaviria hatte zur grossen Fraktion der Topsprinter gehört, die im Vorfeld der Tour ihren Anspruch auf das gelbe Leadertrikot deutlich gemacht haben. Der 23-Jährige aus dem belgischen Team QuickStep Floors hatte im Vorjahr bereits vier Etappen des Giro d'Italia gewonnen, nun liess er sich gleich bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France in die Siegerliste eintragen. Nach 201 vorwiegend flachen Kilometern triumphierte Gaviria im erwarteten Massensprint vor dem slowakischen Weltmeister Peter Sagan und dem Deutschen Marcel Kittel.

Dem Sprint war eine hektische Schlussphase vorausgegangen, die durch einen Sturz im Feld rund 10 km vor dem Ziel eingeläutet wurde. Mit dem britischen Vorjahressieger Chris Froome, dem Captain des Teams Sky, sowie mit Richie Porte (BMC) und Adam Yates (Mitchelton-Scott) kamen gleich drei Favoriten auf den Gesamtsieg zu Fall. Das Trio erreichte das Ziel 51 Sekunden hinter dem Sieger.

Quintana mit Hinterraddefekt

Auch Nairo Quintana bekundete Pech. Der kolumbianische Kletterspezialist, der die Rundfahrt schon dreimal auf dem Podest beendet hatte, erlitt 3,4 km vor dem Ziel einen Hinterraddefekt und büsste gar 1:15 Minuten auf Gaviria ein.

Die Startetappe in der Region Vendée war geprägt von einer dreiköpfigen Ausreissergruppe, die unter der Kontrolle der Sprinter-Mannschaften knapp 8 km vor dem Ziel wieder eingeholt wurde. Kurz zuvor gewann Kevin Ledanois vom Wildcard-Team Fortuneo-Samsic den einzigen Bergpreis des Tages und durfte sich damit als erster Fahrer ins gepunktete Trikot einkleiden lassen.

Auch in der 2. Etappe vom Sonntag erhalten die Sprinter in der Vendée nochmals ihre Chance. Das 182,5 km lange Teilstück von Mouilleron-Saint-Germain nach La Roche-sur-Yon ist erneut sehr flach. Am Montag sind weitere Konturen im Gesamtklassement zu erwarten, wenn in Cholet ein 35,5 km langes Mannschaftszeitfahren ausgetragen wird.

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SDA-ATS