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Berlin/Dresden/Wien - Mit festlichen Konzerten haben die grossen Orchester in Berlin, Dresden und Wien das alte Jahr verabschiedet. Das "Klassikduell" zwischen ARD und ZDF entschied das ZDF für sich: 7,7 Prozent Einschaltquote verzeichnete die erstmalige Live-Übertragung aus der Dresdner Semperoper.
In dieser Sendung hatten auch Starsopranistin Anna Netrebko und ihr Lebenspartner Erwin Schrott (Bariton) einen Kurzauftritt - allerdings nicht live. Die Beiden waren beim Konzert in Dresden einen Tag zuvor für Renée Fleming eingesprungen, die es wegen des Schneesturms nicht rechtzeitig aus den USA nach Deutschland geschafft hatte.
Netrebko sang gleich zu Beginn eine Passage aus Emmerich Kálmáns "Csárdasfürstin" und nach einem Lied Schrotts (Pablo Zieglers "Rojotango") gemeinsam mit ihrem Mann das Duett "Lippen schweigen" aus der "Lustigen Witwe" von Franz Lehár. Mit einem Walzer und einem Kuss verabschiedeten sich beide filmreif - die Fans jubelten.
Am Silvesternachmittag wurde der Kurzauftritt von Netrebko und Schrott dann eingespielt, ehe das Konzert mit Fleming und der Staatskapelle Dresden unter ihrem designierten Chefdirigenten Christian Thielemann live übertragen wurde. Zu hören waren Auszüge aus der "Lustigen Witwe".
Berlin und WienZeitgleich zum Dresdner Silvesterkonzert lief in der ARD live das der Berliner Philharmoniker mit der lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca. Am Pult stand Gustavo Dudamel aus Venezuela, der erst 29-jährige Shootingstar der Dirigentenszene. Garanca sang unter anderem Auszüge aus "Carmen", ihrer Paraderolle. 1,19 Millionen Zuschauer (5,9 Prozent) verfolgten die Übertragung.
Heiter und beschwingt, mit melancholischen Untertönen: So starteten die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert ins musikalische Jahr 2011. Dirigent Franz Welser-Möst spannte einen musikalischen Bogen von Johann Strauss' "Donauweibchen" bis zu Franz Liszts "Mephisto".
Erstmals waren beim Traditionskonzert Kompositionen von Franz Liszt zu hören, dessen Geburtstag sich im November zum 200. Mal jährt. Welser-Möst inszenierte ein Zwiegespräch zwischen Liszt und Johann Strauss Vater, liess erst dessen "Furioso-Galopp nach Liszt's Motiven" erklingen und dann Liszt selbst.

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SDA-ATS