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In einem der bizarrsten Kriminalfälle Kanadas ist der Filmemacher Mark Twitchell wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Richter und Geschworene im westkanadischen Edmonton folgten am Dienstagabend (Ortszeit) der Darstellung der Anklage, derzufolge der 31-Jährige einen Unbekannten ermordete, um eine Karriere als Serienkiller zu starten. Twitchell selbst räumte die Tat ein, sagte aber, es sei nur ein Szene für einen Film "schiefgegangen".

Unbestritten ist, dass Twitchell im Oktober 2008 einen Mann in seine Garage gelockt hatte. Mit E-Mails hatte er ihm in Aussicht gestellt, dort eine Prostituierte zu treffen.

Laut Staatsanwaltschaft lauerte er dem 38-Jährigen auf, schlug ihn mit einem Metallrohr nieder und stach auf ihn ein. Nachdem der Mann verblutet war, zerteilte er die Leiche und versteckte die Körperteile, die erst zwei Jahre später gefunden wurden. Der Filmemacher hatte noch einen zweiten Mann in die Garage gelockt, dieser konnte aber verletzt entkommen.

Laut Urteil wollte er mit der Mordtat eine "Karriere" als Serienmörder starten - ganz so wie seine Lieblingsfigur "Dexter", der in der gleichnamigen US-Serie tagsüber für die Polizei ermittelt und nachts selbst tötet.

Twitchell stellte die Sache immer ganz anders dar. Demnach war der Tod des Mannes ein Unfall. Sie hätten einen Film drehen wollen, in dem er, Twitchell, einen maskierten Mörder spiele, der einen anderen Mann in der Garage überfalle. Doch diese Szene sei schiefgegangen.

Dem Filmemacher wurde zum Verhängnis, dass er die Taten und auch Pläne für künftige Morde fein säuberlich aufgeschrieben hatte. Offenbar wollte er tatsächlich mehrere Menschen töten und dies jeweils filmen.

Während der Ermittlungen hatte sich ein Mann gemeldet, der von Twitchell ebenfalls in dessen Garage gelockt worden und angegriffen worden war. Er konnte aber verletzt entkommen. Die Aussage dieses Kronzeugen brachte den 31-Jährigen letztlich hinter Gitter.

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SDA-ATS