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Die Schweizerische Nationalbank soll die Freibeträge für Negativzinsen erhöhen, fordert Patrick Odier, Präsident der Bankiervereinigung. Mit der heutigen Regelung werden aus seiner Sicht die sichersten Banken bestraft.

Diese müssten mehr bezahlen, da sie im Gegensatz zu den Banken, welche mehr Risiken in der Bilanz tragen, weniger Reserven halten und damit auch nicht so hohe Freibeträge hätten, sagte Odier in einen Interview mit dem "SonntagsBlick".

Es dürfe keine Wettbewerbsverzerrung zwischen den Banken geben, sagte der Genfer Bankier. Bislang habe die Branche aber im Gespräch mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) noch keine Lösung finden können. "Wichtig ist, dass die Massnahmen befristet bleiben."

Eine Lanze bricht Odier zudem für die Pensionskassen, die sich selbst auch bereits über die Bedingungen der Negativzinsen beschwert hatten. "Sie werden per Gesetz gezwungen, die Mehrheit der Anlagen in Franken zu halten und werden nun dafür bestraft. Das ist nicht akzeptabel", sagte Odier.

Pensionskassen wollen Ausnahme

Die Pensionskassen pochen weiterhin auf Ausnahmen für sich. Dies wiederholte der Direktor des Pensionskassenverbandes Asip, Hanspeter Konrad, in einem Interview mit der "SonntagsZeitung": "Wir fordern, dass alle Pensionskassen von den Negativzinsen befreit werden." Das Zinsniveau sei ohnehin schon tief. "Negativzinsen machen es uns nun noch schwieriger, die notwendige Rendite zu erzielen."

Konrad schätzt, dass rund 40 Milliarden Franken - oder 5 bis 6 Prozent der Pensionskassenvermögen - von Negativzinsen belastet werden könnten. Die Kassen benötigten diesen Liquiditätsstock, um die Renten auszahlen zu können, und könnte dies Mittel deshalb nicht anders investieren.

Die Nationalbank will möglichst wenige Ausnahmen gewähren, da die Negativzinsen, welche die Attraktivität des Frankens schmälern sollen, sonst nicht wie gewünscht wirken. Sie wandte sich bisher gegen Bemühungen, Ausnahmen zu gewähren. Ausserdem will sie auch gegen Umgehungsversuche vorgehen.

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SDA-ATS