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Die Jungfraubahn Holding, die Betreiberin der Bahnlinie auf das Jungfraujoch, hat laut der Finanzmarktaufsicht Finma in den Jahren 2014 bis 2016 zum Jahresende den Kurs der eigenen Aktien durch Verkäufe aus den Eigenbeständen nach unten gedrückt. (Archivbild)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Die Jungfraubahn Holding wird von der Finanzmarktaufsicht Finma gerügt. Die Gesellschaft habe zwischen 2014 und 2016 den Jahresendkurs ihrer eigenen Titel in unzulässiger Weise beeinflusst, schreibt die Finma in einer Mitteilung.

Gemäss der Aufsichtsbehörde hatte die Jungfraubahn zumindest zwischen 2014 und 2016 - die FINMA hat erst ab 2013 die Kompetenz zur allgemeinen Marktaufsicht - jeweils am letzten Handelstag des Jahres Börsenaufträge für umfangreiche Verkäufe ihrer Aktien aus dem Eigenbestand erteilt.

Damit habe sie das Ziel verfolgt, am Jahresende jeweils für einen gezielten Kursrückgang zu sorgen. Die Gesellschaft habe aber Massnahmen zur Verbesserung der Abläufe und internen Kontrollen beschlossen und mittlerweile umgesetzt.

Die Gesellschaft bewegte den Jahresendkurs ihrer Titel in einer Grössenordnung von bis zu vier Prozent. Mit diesem Verhalten habe sie gegen das aufsichtsrechtliche Verbot der Marktmanipulation verstossen, stellt die Finma fest. Der Hinweis auf mögliches Fehlverhalten in diesem Fall kam von der Handelsüberwachungsstelle der Schweizer Börse.

Die Jungfraubahn Holding betont in einer Mitteilung vom Donnerstagabend, dass sie mit den Behörden kooperiert habe. Die Jungfraubahn-Gruppe sehe sich als "Value Stock" verantwortlich, Voraussetzungen zu schaffen, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erhalten sowie den regionalen Wirtschaftsstandort zu sichern. Im schwierigen touristischen Umfeld setze sie sich dafür ein, nicht als Spekulationsobjekt wahrgenommen zu werden.

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