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Firma produziert Anti-Doping-Flaschen für Pyeongchang nach

CEO Andrea Berlinger mit den Sicherheitsflaschen, die ihr Unternehmen Berlinger Spezial AG in Ganterschwil SG für die Dopingproben bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang produziert.

sda/Michael Nyffenegger

(sda-ats)

Die Firma Berlinger Spezial AG in Ganterschwil SG produziert derzeit rund 4350 Doping-Kits für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nach. Sie reagiert damit auf einen Entscheid des Internationalen Olympischen Komitees (IOK).

Das IOK und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatten vor zehn Tagen Probleme beim Handling der für Pyeongchang vorgesehenen neuen Urin-Probenflaschen des Typs "Geneva" von Berlinger festgestellt. Das IOK setzt deshalb ganz auf das Vorgängerprodukt BEREG-Kit.

Dieses aus zwei High-Tech-Flaschen bestehende Kit wurde mit zusätzlichen Sicherheitselementen versehen, wie Andrea Berlinger, CEO und Besitzerin der Toggenburger Firma, am Mittwoch in Ganterschwil erklärte. Derzeit arbeite man Tag und Nacht an der Produktion der Flaschen für Pyeongchang.

Seit 2000 Lieferantin für Olympische Spiele

"Unser Credo ist, dass wir einen Beitrag zum sauberen Sport leisten wollen", erklärte Berlinger. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht. Die Berlinger Spezial AG ist seit Sydney 2000 Hauptlieferantin von Higt-Tech-Flaschen für Dopingproben bei Olympischen Spielen.

Bei einer Kontrolle werden jeweils zwei Flaschen benötigt, für eine A- und eine B-Probe. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren Dopingproben russischer Athleten geöffnet und der Inhalt gegen sauberen Urin ausgetauscht worden. Als Konsequenz aus den Manipulationen wurde das Nationale Olympische Komitee Russlands von den Spielen in Pyeongchang suspendiert. Das IOC gewährte jedoch 169 individuell geprüften russischen Athleten das Startrecht unter neutraler Flagge.

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