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Fische sind die Leidtragenden der regenarmen Zeit

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 17:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die anhaltende Trockenheit hat einen aussergewöhnlichen Temperaturanstieg der Gewässer zur Folge. Zudem führen die Flüsse und Bäche immer weniger Wasser. Dies führt dazu, dass sich die Wasserqualität verschlechtert und viele Fische ersticken.
"Die Situation ist schlimmer als 2003", warnte Frédéric Hofmann, Fischerei-Inspektor im Kanton Waadt. Dutzende Zuflüsse seien in den vergangenen Wochen ausgetrocknet. Sein Team habe tausende Fische - vor allem Forellen - umgesiedelt, um deren Überleben zu sichern.
Betroffen sind vor allem der Norden der Schweiz sowie die Romandie. Die von der Nachrichtenagentur SDA befragten kantonalen Inspektoren kommen alle zum gleichen Schluss: Die Situation ist beunruhigend.
"Wir befinden uns auf Messers Schneide", sagte Isabelle Tripet, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachstelle für Fischerei in Neuenburg. Das extrem tiefe Wasserniveau könnte die Fortpflanzung der Forellen in den kommenden Wochen erheblich beeinträchtigen.
"Die Trockenheit lässt die Wassertemperatur ansteigen. Somit sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers für die Fische", erklärt Daniel Hefti vom Bundesamt für Umwelt (BAFU). Gleichzeitig fliesse immer weniger Wasser. Die Verdünnung des von den Abwasserreinigungsanlagen (ARA) gereinigten Wassers sei somit nicht mehr ausreichend, was zu immer mehr Bakterien in den Gewässern führe.
Obwohl MeteoSchweiz für Donnerstag Regen angekündigt hat, wird sich die Situation für die Fische so schnell wohl kaum zum Guten wenden. Damit wieder mehr Wasser fliesse, wären mehrtägige Regenfälle nötig, sagte auch Daniel Streit, Hydrologe beim BAFU.

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