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Völlig überraschend haben die Flammen eines seit Tagen wütenden Waldbrands im US-Bundesstaat Colorado ein Wohnviertel erfasst. Nach Behördenangaben wurden mehrere Häuser zerstört.

"Bis heute Nachmittag war es einfach nur ein Waldbrand, dann erfasste es auf einmal Häuser im Nordwesten unserer Stadt", sagte der Bürgermeister von Colorado Springs, Steve Bach, am Dienstagabend (Ortszeit) im Fernsehen. "Ich glaube, niemand konnte damit rechnen, dass das passiert."

Colorado Springs ist die zweitgrösste Stadt im Bundesstaat Colorado, der im Westen der USA liegt. Nahe der Stadt war am Samstag im Nationalpark Waldo Canyon ein Feuer ausgebrochen, das trotz massiver Anstrengungen nicht gelöscht werden konnte.

Als am Dienstag auf einmal drehende Winde aufkamen, ordneten die Behörden an, mehr als 30'000 Menschen in Sicherheit zu bringen. Das Übergreifen der Flammen auf das Wohngebiet konnte die Feuerwehr aber nicht verhindern.

Mehr als ein Dutzend Brandherde

Im gesamten Bundesstaat, der mit dem Nationalpark um die Rocky Mountains auch zahlreiche Touristen anlockt, wüten unterdessen insgesamt mehr als ein Dutzend Brandherde. In diesem Jahr sind den Angaben zufolge bereits vier Menschen in den Flammen ums Leben gekommen.

"In diesem Ausmass hat es das in der Geschichte von Colorado noch nicht gegeben", sagte Gouverneur John Hickenlooper, der mit dem Helikopter nach Colorado Springs flog, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Aus der Luft habe er viele zerstörte Häuser in einer surreal wirkenden glühenden Landschaft gesehen.

Der gesamte Nordwesten der Stadt sei in Rauch gehüllt, berichtete die Zeitung "Denver Post" online. Asche falle auf Wohngebiete und die sich im Verkehr stauenden Autos fliehender Menschen nieder. Die in Richtung Osten führenden Strassen seien verstopft.

Die Feuerwehr appellierte an die Menschen, ihre Mobiltelefone nur noch für Notrufe zu nutzen. Die Polizei teilte mit, dass die Versorgung der nordwestlichen Teile von Colorado Springs mit Strom und Gas unterbrochen werde.

Keine Entwarnung erwartet

Auch im benachbarten Bundesstaat Utah breiten sich die Waldbrände weiter aus. Etwa 160 Kilometer südlich von Salt Lake City sei ein Mensch den Waldbränden zum Opfer gefallen, teilten die Behörden mit.

Auch vom Wetter ist keine Erleichterung im Kampf gegen die Flammen zu erwarten. Mit gut 38 Grad im Schatten kletterten die Temperaturen Berichten zufolge am Dienstag auf einen neuen Rekordwert.

SDA-ATS