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Dass performative Kunst kein Zufallsprodukt ist, zeigt dieses Foto der sorgfältigen Vorbereitungen von Jean Tinguelys Feuer-Werk-Happening namens "Study for an End of the World No. 2" von 1962.

Museum Tinguely/LIFE Magazine, Coliene Murphy

(sda-ats)

Performancekunst kann man nicht an die Wand nageln oder hinstellen. Die Schau "Performance Process" bespielt daher neben Museen auch Bühnen und Allmend: Vier Monate flüchtiges Spektakel locken nach Basel.

Jean Tinguelys mechanisch-dynamischen Werke, die sich mitunter selber zerstörten, stehen pionierhaft für Performancekunst, wie sie im Museum Tinguely ab 20. September zu sehen ist. Mit von der Partie ist neben der Kunsthalle auch die Kaserne, wo sich live Kunst in Körpern materialisiert - ebenfalls nonverbal und äusserst flüchtig.

So richtig in Bewegung gesetzt hatte sich die Kunst in Form von Performance in den 1960er-Jahren. Die Basler Schau, die nächsten Mittwoch beginnt, widmet sich Schweizer Beiträgen der diversen Spielarten. Sie erlaubt Einblicke in 60 Jahre Wirken von 55 Künstlerinnen und Künstlern, darunter John Armleder, Roman Signer und Daniel Spoerri.

Die Schau beschränkt sich nicht auf das Dokumentieren von Vergangenem: In Partnerschaft mit dem Centre Culturel Suisse Paris schlagen die drei Häuser Brücken ins Heute mit facettenreichen Auf- und Vorführungen. Das Centre hatte 2015 eine Ausstellung samt Festival organisiert, worauf die Basler Schau basiert.

So begleitet zum Beispiel im Tinguelymuseum Jazzpianist Stefan Rusconi einen Film von Roman Signer, und Marie-Caroline Hominal führt in der Kaserne eine selbstreflektive Dance-Tanzperformance auf. Showstart ist an der Basler Museumsnacht am 19. September in der Kunsthalle; dort ist im Januar auch ein Symposium angekündigt.

www.performanceprocessbasel.ch

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SDA-ATS