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Die Flüchtlingskinder in der alten Feuerwehrkaserne in Bern dürfen nun doch im Innenhof spielen. Nach landesweiten Schlagzeilen hat der zuständige Berner Gemeinderat ein Machtwort gesprochen.

"Die Posse ist beendet", schrieb Finanzdirektor Alexandre Schmidt (FDP) am Donnerstag auf Facebook. Die Kinder, die im Asylzentrum beim Viktoriaplatz leben, dürfen nun im Innenhof der Kaserne spielen.

Dieser Innenhof ist zum Spielen zwar ideal, denn er liegt abseits der Strasse. Doch er ist nicht Bestandteil der Asylunterkunft. Vielmehr gehört er zu jenem Teil des Kasernenareals, der einer gewerblichen Zwischennutzung zugeführt werden soll.

Die Zwischennutzer hätten nichts gegen die Flüchtlingskinder - im Gegenteil, sie würden den Mix nach eigenen Angaben sogar begrüssen. Doch Anwohner fürchten den Lärm und erhoben Einsprache gegen die gewerbliche Zwischennutzung. Das Dossier liegt beim Regierungsstatthalter.

Bis dieser entschieden habe, dürften die Kinder nicht im Innenhof spielen, hiess es Anfang Woche. Nun schritt Gemeinderat Schmidt ein. Schliesslich sei die Stadt Eigentümerin des Platzes, sagte er der Nachrichtenagentur sda und zeigte sich überzeugt, dass sein Entscheid rechtlich standhält.

Er habe jedenfalls eine Güterabwägung gemacht und sei zum Schluss gekommen, dass die Bedürfnisse der Kinder höher zu gewichten seien als andere Aspekte. "Ich plädiere für Vernunft, die Kinder sollen raus in den Hof an die frische Luft."

Deshalb habe er die Heilsarmee, die das Asylzentrum betreibt, aufgefordert zu handeln - und diese habe entsprechend reagiert. "Der Platz ist offen von 9 bis 18 Uhr." Schmidt stellte zwei Bilder von spielenden Kindern ins Netz und erntete dafür viel Applaus von links bis rechts.

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SDA-ATS