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Aus Protest gegen geplante Rentenkürzungen sind griechische Staatsbedienstete am Donnerstag in einen 24-stündigen Streik getreten. Da sich dem Ausstand auch die Fluglotsen anschlossen, ruhte seit Mitternacht der gesamte Flugverkehr von und nach Griechenland.

In der Schweiz waren über ein Dutzend Verbindungen betroffen: Zwischen Zürich und Athen wurden sieben Flüge gestrichen, davon drei ab Zürich. Annulliert wurden auch fünf Flüge zwischen Genf und Athen, darunter zwei ab der griechischen Hauptstadt. Am EuroAirport in Basel wurde die Rotation nach Thessaloniki abgesagt.

Zum Ausstand, dem sich am Donnerstag neben den Fluglotsen auch die Journalisten anschlossen, hatte die Gewerkschaft der Staatsbediensteten Griechenlands (ADEDY) aufgerufen. Der Streik sollte bis 23.00 Uhr Schweizer Zeit andauern.

Nur Notfälle behandelt

Im Land selbst wurden Ministerien, Steuerämter und andere Behörden bestreikt. Die Ärzte in staatlichen Spitälern behandelten nur Notfälle. Auch viele Lehrer legten die Arbeit nieder. Viele Schulen blieben geschlossen.

Im Radio und Fernsehen werde es keine Nachrichten geben, teilte die Gewerkschaft der Journalisten des Landes mit. Alle anderen Verkehrsmittel, darunter die Metro, die Busse und die Fähren, fuhren normal.

Um die Mittagszeit gingen nach Polizeischätzungen rund 3000 Menschen im Zentrum Athens auf die Strassen. "Weg mit den Sparmassnahmen, die wie ein Fallbeil unsere Renten vernichten", skandierten aus Megafonen die Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude. Anschliessend löste sich die Demonstration auf, wie Augenzeugen berichteten.

Weitere Sparmassnahmen in Aussicht

Zurzeit verhandelt Athen mit seien Gläubigern über weitere Sparmassnahmen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro. Allein die Kürzungen der Renten sollen 1,8 Milliarden betragen. Ohne eine Einigung kann Griechenland auf keine weiteren Hilfen hoffen. Insgesamt geht es um bis zu 86 Milliarden Euro.

Finanzminister Euklid Tsakalotos hatte am Vorabend erklärt, die Verhandlungen sollten am Wochenende mit einer Auflistung der Punkte, bei denen sich Kontrolleure der Gläubiger und und die griechische Regierung einig und nicht einig sind, vorläufig zu Ende gehen. Athen hofft, dass man bis zum Monatsende zu einer Einigung kommen könnte.

Im Juli muss Athen zwei dicke Schuldenbrocken begleichen. Bis dahin müssen demnach Gelder nach Athen fliessen. Zwischen dem 13. und dem 20. Juli müssen insgesamt gut 2,7 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) gezahlt werden. Zahlt Athen nicht, läuft Griechenland Gefahr pleite zu gehen.

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SDA-ATS