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Das Arktis-Eis schmilzt rasant weiter. Einer der Gründe: Laut einer US-Untersuchung haben die Emissionen der drei schädlichsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas 2017 neue Rekordausmasse erreicht. (Themenbild)

KEYSTONE/AP/DAVID GOLDMAN

(sda-ats)

Rekordausstoss von Treibhausgasen, extrem hohe Temperaturen, starker Anstieg der Eisschmelze in der Arktis: US-Experten haben in einem neuen Bericht alarmierende Daten zur globalen Klimaerwärmung geliefert.

Die Emissionen der drei schädlichsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas habe 2017 neue Rekordausmasse erreicht, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresreport der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft (AMS) und der Nationalen Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA).

Die weltweite Kohlendioxid-Konzentration stieg demnach im vergangenen Jahr auf einen Wert von 405 ppm. Dies ist der höchste Wert seit Beginn dieser Messungen. Seit den frühen Sechzigerjahren habe sich die Zunahme von CO2 in der Erdatmosphäre fast vervierfacht, konstatierten die US-Experten.

"Bemerkenswerter" Temperaturanstieg

Auch sei die globale Temperatur an Land wie in den Ozeanen im vergangenen Jahr "bemerkenswert hoch" gewesen, konstatieren die Klimaexperten in ihrem 300-seitigen Bericht. Mehr als 450 Wissenschaftler aus über 60 Ländern trugen zu dem Bericht bei, der zum 28. Mal erschien.

Demnach war 2016 weltweit das heisseste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, 2017 lag nur knapp dahinter. Die zehn heissesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen ereigneten sich alle seit 1998, die vier wärmsten davon seit 2014.

Das hat auch Auswirkungen auf die Arktis und Gletscher weltweit. In der Arktis lägen die Temperaturen 1,6 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Derart hohe Temperaturen in der Arktis seien in den vergangenen 2000 Jahren nicht beobachtet worden. Entsprechend ging auch die Eisausdehnung zurück. Im März erreichte sie einen Niedrigstand in 37 Jahren Satellitenüberwachung.

Gletscher schmelzen rasant

Gletscher schmolzen das 38. Jahr in Folge. Seit 1980 büssten die Gletscher durchschnittlich 22 Meter ein.

Die USA sind nach China das Land mit den höchsten klimaschädlichen Ausstössen. Statt etwas dagegen zu unternehmen, ziehen sich die USA unter Präsident Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen zurück, das eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vorsieht.

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SDA-ATS