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Fort Hood: Obama verschiebt Asienreise - Heldin wird gefeiert

Dieser Inhalt wurde am 07. November 2009 - 03:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Mit einer Schweigeminute auf allen US-Militärstützpunkten weltweit haben Hunderttausende Soldaten den Opfern des Amoklaufs in Fort Hood (Texas) gedacht. Die Streitkräfte standen einen Tag nach der Bluttat noch immer unter Schock.
"Es ist ein Tritt in die Magengrube", sagte Heeres-Stabschef General George Casey. Die Streitkräfte wollten aus dem Vorfall lernen. Zunächst habe die Tat keinen Einfluss auf die Entsendung von Soldaten. "Das kann sich aber ändern", sagte Casey.
Das Motiv des muslimischen Militär-Psychiaters, der am Vortag auf dem grössten Stützpunkt in den USA 13 Menschen getötet und 30 verletzt hatte, blieb weiter unklar. 28 von ihnen befanden sich am Freitag noch im Spital.
Major Nidal Malik Hasan sollte nach Armeeangaben nach Afghanistan entsandt werden. US-Medien berichteten am Freitag, der 39-Jährige habe deswegen Alpträume gehabt. Hasan sollte als Mitglied einer Reserveeinheit, die Soldaten mit psychischen Störungen betreut, in Afghanistan stationiert werden, so eine Heeressprecherin.
Ermittler durchsuchten die Wohnung des Todesschützen in Killeen (Texas) in der Hoffnung, Hinweise auf die Hintergründe zu finden. Er habe unlängst begonnen, seine Möbel sowie anderes Hab und Gut wegzugeben, darunter auch einen Koran, meldete die Zeitung "Killeen Daily Herald".
In den vergangenen Wochen habe Hasan zudem begonnen "arabische Kleidung" zu tragen, berichteten Nachbarn. Zeugen berichteten, Hasan habe "Allahu Akhbar" (Gott ist gross) gerufen, als er das Feuer eröffnete. Der Todesschütze gilt als strenggläubiger Muslim, der mindestens einmal am Tag betete.
Eine Tante des 39-Jährigen, Noel Hasan, sagte der "Washington Post", er sei seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wegen seines Glaubens immer wieder schikaniert worden.
Der unverheiratete Hasan war nach Medienberichten erst seit Juli in Fort Hood stationiert und soll schon seit langem eine Entsendung in ein Krisengebiet gefürchtet haben. Auch habe er die Einsätze im Irak und in Afghanistan vor anderen kritisiert.
Ein langjähriger Mitarbeiter sagte der "Washington Post", er habe als Einzelgänger mit "ungewöhnlichem" Auftreten gegolten. Viele Kollegen hätten deshalb vermieden, ihm Patienten zu schicken.

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