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Bis am Freitag wird in Montreux über die künftige Rolle der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Beim Forum beraten 140 Vertreter von UNO und Regierungen über eine neue Entwicklungsförderung, welche die Millenniumsziele der UNO nach 2015 ablösen soll.

"Unsere Arbeit ist komplexer geworden", sagte Martin Dahinden, Leiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), am Donnerstag vor den Medien in Montreux. Die Herausforderungen seien heute global und man müsse das Handeln der Organisationen überdenken.

Die Institutionen der UNO müssten eine "Schlüsselrolle" bei der Erneuerung der Entwicklungszusammenarbeit spielen, sagte Dahinden. Die UNO-Institutionen seien nicht nur eine Stätte für Debatten und Nachdenken sondern auch Hauptakteure für die Umsetzung der Reformen.

Das Forum wurde von der DEZA, vom Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie der UNO-Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten (UNDESA) organisiert.

Anpassungen unumgänglich

Die Schweiz habe eine Vorreiterrolle in diesem Kontext, sagte Thomas Gass, Beigeordneter Generalsekretär der UNDESA. Er bedankte sich für die Einladung zu diesem Forum. Es sei falsch zu sagen, dass die Entwicklungshilfe ein Misserfolg sei, hielt Gass fest.

Gewisse Ziele seien nicht erreicht worden, weshalb es notwendig sei, sich an die Entwicklungen anzupassen. Heute wohnten 80 Prozent der in Armut lebenden Menschen in Ländern mittleren Einkommens, betonte Gass.

Paradigmenwechsel

Auf die nötigen Reformen angesprochen illustrierte DEZA-Direktor Dahinden die Entwicklung. Das klassische Vorgehen habe beispielsweise aus der Einrichtung einer Gesundheitsstation in einem Dorf in Afrika bestanden.

In der heutigen globalisierten Welt hätten sich jedoch die Parameter geändert. Die Entwicklung von Mobiltelefonen schaffe den Bauern einen Zugang zum Markt, was eine enorme wirtschaftliche Hebelwirkung haben könne. Das sei völlig anders, sagte Dahinden.

Beispielhaft sei auch das Thema Wasser. Die Schweiz habe viel dafür gemacht, der lokalen Bevölkerung den Zugang zum Trinkwasser zu verschaffen. Das sei die klassische Methode. Heute verfüge Bern über grosse Kenntnisse, welche es den Betroffenen erlaubten, das blaue Gold besser zu verwalten, sagte Dahinden.

SDA-ATS