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Vor den Bahamas ist im Hurrikan "Joaquín" ein Frachtschiff mit 33 Menschen an Bord verschollen. Der 224 Meter lange Autotransporter "El Faro" sei auf dem Weg vom südlichen US-Bundesstaat Florida nach Puerto Rico gewesen.

Als das Schiff in der Nähe der Bahamas in den Wirbelsturm geriet, verschwand es, teilte die US-Küstenwache am Freitag mit. Der US-Küstenwache zufolge meldete die Besatzung der "El Faro", dass Wasser in das Schiff eindringe und es Probleme mit der Steuerung gebe. Schliesslich habe die Besatzung gemeldet, dass der Wassereinbruch gestoppt sei, das Schiff aber eine Schräglage von 15 Grad habe.

Spätere Bemühungen, den Kontakt wieder herzustellen und das Schiff zu orten, seien erfolglos geblieben. Den letzten Kontakt gab es demnach am Donnerstagmorgen. Zwei Flugzeuge vom Typ C-130 wurden auf die Suche nach dem Frachter geschickt.

Laut der spezialisierten Website "Vesselfinder" wurde das Schiff 1975 gebaut und fährt unter US-Flagge. Es war von der Stadt Jacksonville in Florida auf dem Weg in die puertoricanische Hauptstadt San Juan.

An Bord befanden sich 28 US-Bürger und fünf Polen. Der Chef der Schiffseignerfirma, Tim Nolan, erklärte, es gebe "viele Gründe, die den Abbruch der Kommunikation erklären können, darunter die zunehmende Intensität" des Hurrikans.

Sicherheitsvorkehrungen wegen Hurrikan

"Joaquín" fegte zunächst mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde über die Bahamas und wurde in die höchste Kategorie fünf eingestuft. Am Samstag wurde er auf Kategorie drei herabgestuft und zog weiter in Richtung Nordosten. Dennoch wurde weiter vor einem "gefährlichen und potenziell tödlichen" Anstieg des Wasserpegels gewarnt.

Für die Bermuda-Inseln galt eine Warnung vor einem Tropensturm, schwere Regenfälle wurden auch für Teile von Kuba, Haiti, der Dominikanischen Republik und die Turks- und Caicosinseln vorhergesagt.

Notstand in verschiedenen US-Bundesstaaten

Angesichts der schweren Regenfälle im Zuge von "Joaquin" wurden auch an der US-Ostküste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. In den Bundesstaaten South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland und New Jersey wurde der Notstand ausgerufen, was die Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen ermöglicht.

In mindestens zwei Küstengemeinden wurden die Bewohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In South und North Carolina wurden bereits mindestens vier Ortschaften überschwemmt.

Ein Meteorologe vom Nationalen Wettterdienst sagte dem Weather Channel, er sei "sehr besorgt über die Situation". In den kommenden 48 Stunden sei mit sehr hohen bis extremen Regenfällen zu rechnen. Vom Bundesstaat Georgia bis nach Neuengland sei mit Überschwemmungen zu rechnen.

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SDA-ATS