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Ein Traktor fährt über ein Feld und bringt Glyphosat aus: Das Herbizid kommt in der Regel als Nacherntebehandlung beziehungsweise vor der Aussaat zum Einsatz. Es ist weltweit seit Jahren der mengenmässig bedeutendste Inhaltsstoff von Unkrautvernichtungsmitteln. (Archiv)

Keystone/DPA Forum Moderne LandwiREUTERchaft/A4700/_STEVEN LÜDTKE

(sda-ats)

Die französische Regierung hat angekündigt, den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat im Alleingang für die kommenden fünf Jahre komplett zu verbieten.

Regierungschef Edouard Philippe habe entschieden, dass das Mittel bis zum Jahr 2022 "in Frankreich verboten" werde, teilte Regierungssprecher Christophe Castaner am Montag mit. Dies umfasse jeglichen Gebrauch, einschliesslich der Verwendung in der Landwirtschaft.

Die EU-Kommission will hingegen die Ende des Jahres auslaufende Zulassung für Glyphosat um zehn Jahre verlängern. Frankreich hat bereits angekündigt, dagegen stimmen zu wollen.

Das Herbizid ist hoch umstritten: Während das Internationale Krebsforschungszentrum die Chemikalie als "wahrscheinlich" krebserregend einstuft, hält die EU-Chemieagentur ECHA ein solches Risiko für "unwahrscheinlich".

Erst am Freitag hatten sich französische Landwirte mit einer Blockade auf den Pariser Champs-Elysées für den Einsatz von Glyphosat stark gemacht. Die Bauern befürchten, dass bei einem Glyphosatverbot in Frankreich französische Landwirte chancenlos gegen ausländische Konkurrenz wären. Zudem würden dann Lebensmittel importiert, bei deren Anbau noch viel mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt worden seien.

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SDA-ATS