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Französische Kinder nach Verzehr von Hacksteak schwer erkrankt

Nach dem Verzehr von Hacksteaks der deutschen Supermarktkette Lidl sind sechs Kinder in Frankreich an einer schweren Kolibakterien-Infektion erkrankt. Das Fleisch kam nach Angaben des französischen Steak-Herstellers aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien.

Die Kinder, von denen das jüngste erst gut anderthalb Jahre als ist, kommen aus verschiedenen Orten in Nordfrankreich und wurden alle in ein Spital in Lille gebracht. Sie sollen alle die Tiefkühl-Hacksteaks der Marke "Steaks Country" gegessen haben.

Die kleinen Patienten leiden unter blutigem Durchfall, drei von ihnen mussten wegen Nierenproblemen an die Dialyse angeschlossen werden. Der Zustand der Kinder sei stabil, Lebensgefahr bestand am Donnerstag für keines von ihnen.

Ursache für die Erkrankungen ist ein seltenes Bakterium, das wie das derzeit in Deutschland grassierenden EHEC-Bakterium auch das Zellgift Shiga-Toxin produziert und so die selben Symptome auslöst. Mit dem EHEC-Ausbruch soll die Erkrankung jedoch nichts zu tun haben.

Aus dem Handel genommen

Lidl nahm die betroffenen Hacksteaks umgehend aus dem Handel und stellte in seinen französischen Läden Warnungen vor dem Fleisch auf. "Die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden hat für uns Vorrang", sagte der Geschäftsführer von Lidl in Frankreich, Jérôme Gresland. Er verwies zudem darauf, dass ein Zusammenhang zwischen dem Steak-Fleisch und der Infektion noch nicht erwiesen sei.

Auch eine Panne in der Kühlkette oder ein Fehler in der Zubereitung könnten für den blutigen Durchfall der Kinder verantwortlich sein, sagte der Chef der Herstellerfirma SEB, Guy Lamorlette. Seine Firma erhielt von Schlachthöfen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden die Tierkörper, die sie dann entbeinte und zu Hackfleisch verarbeitete.

"Wir arbeiten bereits mit französischen Forschern, um den Ursprung der Infektion zu identifizieren", sagte Gesundheitsminister Xavier Bertrand dem Radiosender RTL.

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