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Gut ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat die Partei von Staatschef Nicolas Sarkozy in einem wichtigen Stimmungstest versagt: In der ersten Runde der Regionalwahlen am Sonntag holte die konservative Regierungspartei UMP nur etwa 17 Prozent der Stimmen.

Dicht dahinter folgt der ausländerfeindliche Front National (FN), der auf gut 15 Prozent kam. Die Sozialistische Partei (PS) lag nach Angaben des Innenministeriums mit 25 Prozent deutlich vorn, die Grünen kamen auf gut 8 Prozent.

Auffallend war die selten niedrige Wahlbeteiligung, die bei 44 Prozent lag. Regierungschef François Fillon rief die Wähler auf, beim zweiten Durchgang am kommenden Sonntag an die Urnen zu gehen und die republikanischen Werte zu verteidigen. FN-Chefin Marine Le Pen ihrerseits warf dem Präsidenten vor, die Republik zu "zerstören".

FN ganz vorne mit dabei

In der Stichwahl am kommenden Sonntag wird der FN in rund 100 Départements gegen die Sozialisten antreten, die bislang in der Mehrzahl der Regionalräte regieren, wie das Wahlergebnis nach Auszählung von knapp 99 Prozent der Stimmzettel zeigte. In 89 Départements kommt es zum Duell zwischen der regierenden UMP und dem Front National.

Dieser schneidet in Umfragen derzeit besser ab als die Präsidentenpartei: Demnach schafft es die 42-jährige Parteichefin, und Tochter der Parteigründers Jean-Marie Le Pen, kommendes Jahr mit Werten über 20 Prozent in die Stichwahl um das Präsidentenamt.

Kandidaten stehen nicht zur eigenen Partei

Viele Kandidaten der Regierungspartei zogen es bei der Regionalwahl vor, nicht offen für die UMP anzutreten, sondern einfach als konservative Lokalpolitiker ins Rennen zu gehen.

Staatschef Sarkozy verfolgt im Umgang mit der FN eine doppelte Strategie: Zum einen schliesst er eine Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen bei den Regionalwahlen aus und droht den UMP-Kandidaten bei einem kantonalen Bündnis sogar mit Parteiausschluss. Zum anderen setzt er verstärkt auf Themen wie den Islam in Frankreich, die üblicherweise die FN besetzt.

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SDA-ATS