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Die französische Nationalversammlung hat die Immunität des früheren Staatssekretärs Georges Tron aufgehoben, gegen den Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung laufen. Die Volksvertretung traf die Entscheidung am Donnerstag, nachdem sie vom Justizministerium dazu aufgefordert worden war.

Tron war Ende Mai zurückgetreten, nachdem zwei frühere Mitarbeiterinnen ihn wegen "regelrechter sexueller Angriffe" angezeigt hatten. Der 53-Jährige behielt aber seinen Abgeordnetensitz und ist auch weiter Bürgermeister von Draveil bei Paris.

Tron, ein Anhänger der Fussreflexzonenmassage, soll seinen Angestellten die Füsse massiert und sie dabei belästigt haben. Vor einer Woche leitete die Staatsanwaltschaft deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen "Vergewaltigungen und sexueller Belästigung" ein.

Nach zwei Tagen in Polizeigewahrsam kam der konservative Politiker, der die Vorwürfe bestreitet, unter juristischer Aufsicht wieder frei. Die juristische Aufsicht kann allerdings nicht gewährleistet werden, wenn gleichzeitig parlamentarische Immunität gilt.

Der Fall sorgte nach dem Skandal um Dominique Strauss-Kahn, der sich in New York wegen versuchter Vergewaltigung verantworten muss, in Frankreich für Empörung.

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SDA-ATS