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Eine 39-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann müssen sich seit Montag wegen Anstiftung zu Mord respektive wegen Mordes vor dem Genfer Strafgericht verantworten. Laut Anklage soll der Mann im Auftrag der Frau deren schlafenden Ehemann im November 2008 mit zwei Kopfschüssen getötet haben.

Neben den beiden Hauptangeklagten sitzen auch die Mutter der 39-Jährigen sowie ein Pferdehändler auf der Anklagebank. Dem Pferdehändler wird vorgeworfen, den beiden Frauen den 44-Jährigen Killer vermittelt zu haben.

Der mutmassliche Killer bestreitet die Vorwürfe gegen ihn und verlangt einen Freispruch. Das Gleiche gilt für den Pferdehändler. Die beiden Frauen ihrerseits wollen von Mord und Anstiftung zum Mord nichts wissen. Sie plädieren auf Totschlag.

Die Verteidiger der beiden Frauen wollen beweisen, dass der Getötete seine Frau terrorisiert habe. Dies sei der Grund gewesen, warum die beiden Frauen einen Killer engagiert hätten.

Ganz anders sieht es die Staatsanwaltschaft. Für sie ist Habgier die Triebfeder für das Tötungsdelikt. Die Beziehung zwischen den Eheleuten sei seit einiger Zeit schwierig gewesen, weshalb der damals 41-jährige Mann sich Gedanken über eine Trennung gemacht habe. Die Frau habe ihn töten lassen, um sich sein Erbe zu sichern, hiess es seitens der Staatsanwaltschaft.

Tatort gesäubert

Das Drama ereignete sich Ende November 2008. Laut der Anklage haben die beiden Frauen ihre Absicht dem Pferdehändler anvertraut. Dieser habe sie mit einem Elektromonteur bekannt gemacht, der für 50'000 Franken bereit war, den Ehemann zu töten.

Mit Hilfe der 39-jährigen Angeklagten gelangte der Killer ins Haus des Opfers. Dort tötete er den schlafenden Mann mit zwei Schüssen in den Kopf.

Daraufhin säuberte er zusammen mit der Frau den Tatort, bevor die beiden sich aus dem Staub machten. Einige Tage später bemühte sich die Frau darum, dass ihre 2004 in Las Vegas geschlossene Ehe offiziell anerkannt wird.

SDA-ATS