Zum Abschluss eines dreitägigen Treffens von Friedensnobelpreisträgern in Rom haben die Teilnehmer vor der wachsenden Gefahr eines neuen Kalten Krieges oder Atomkrieges gewarnt.

"Einige Grossmächte" seien der Meinung, dass sie ihre Ziele mit der Anwendung von Gewalt erreichen könnten, hiess es in einem am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Text, ohne dass einzelne Länder genannt wurden. Falls diese Tendenz unkontrolliert bleibe, drohe ein "neuer, noch gefährlicherer Kalter Krieg".

Die Friedensnobelpreisträger prangerten zugleich den "als Religion verkleideten Fanatismus" an. Sie verwiesen zudem auf "zunehmend gefährliche existierende oder schwelende Konflikte", insbesondere in Syrien, im Irak, in Israel und den Palästinensergebieten, Afghanistan und im Südsudan.

Der Konflikt in der Ukraine gefährde die Stabilität in Europa und untergrabe Europas "Fähigkeit, eine positive Rolle in der Welt zu spielen".

Teilnehmer am Symposium waren unter anderen der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow, der polnische Ex-Solidarnosc- und Staatschef Lech Walesa, die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi, die für ihr Engagement gegen Landminen ausgezeichnete Jody Williams aus den USA und der ehemalige Präsident Ost-Timors, José Ramos-Horta.

Auch der Dalai Lama besuchte das 14. Gipfeltreffen der Nobelpreisträger, das dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela gewidmet war.

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