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Nach langem Streit mit Bangladeschs Premierministerin Skeikh Hasina ist Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus als Direktor der von ihm selbst gegründeten Mikrokredit-Bank gefeuert worden.

Die Zentralbank in Dhaka teilte am Mittwoch mit, sie habe Yunus' Ernennung zum Direktor der Grameen-Bank auf unbestimmte Zeit im Jahr 2000 nie zugestimmt gehabt. Zuvor hatten die Behörden bemängelt, dass die Pensionsgrenze für den Posten des 70-Jährigen bei 60 Jahren liege. Yunus und die Grameen-Bank waren 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Die Grameen-Bank wehrte sich gegen den Beschluss der Zentralbank und teilte unter Berufung auf die eigenen Rechtsberater mit, Yunus bleibe im Amt. Die Grameen-Bank habe sich an alle Gesetze gehalten und auch den Vorschriften zur Ernennung Yunus' genügt.

Yunus hatte sich 2007 den Unmut von Skeikh Hasina zugezogen, als er vorübergehend eine eigene politische Partei gründete. Die Regierungschefin wirft ihm vor, sich mit "Tricks" um Steuerzahlungen zu drücken und mit Mikrokrediten "das Blut der Armen auszusaugen".

Zudem hatte Yunus in einem Interview gesagt, die Politik in Bangladesch sei im Wesentlichen eine Angelegenheit von "Macht, um Geld zu machen". Daraufhin wurde er wegen Verleumdung angeklagt. Sheikh Hasina warf dem Ökonomen wiederum wiederholt vor, mit Wucherzinsen bei den Mikrokrediten der Grameen Bank die Armen auszunehmen.

Am Montag hatte der Grameen-Vorstand, der zu einem Viertel von der Regierung kontrolliert wird, knapp gegen eine Entlassung von Yunus aus Altersgründen gestimmt. Im vergangenen Monat hatte der 77-Jährige Finanzminister Abul Maal Abdul Muhith gesagt, Yunus sei "zu alt" für den Direktorenposten bei der Bank.

Yunus war im November vergangenen Jahres wegen angeblich fragwürdigen Umgangs von Hilfsgeldern unter anderem der norwegischen Regierung in die Kritik geraten. Er wies die Vorwürfe zurück. Auch eine Untersuchung der Norweger fand keine Beweise für ein Fehlverhalten.

Dennoch kündigte Sheikh Hasinas Regierung im Januar eine eigene Untersuchung an. Nach Angaben des Chefs der Untersuchungskommission, Ak Monowar Uddin Ahmed, wird das Gremium seine Arbeit erst Ende des Monats abschliessen.

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SDA-ATS