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Die Wahlen eines neuen Parlaments und die Stichwahl über den neuen Präsidenten in Madagaskar sind bis zur Schliessung der Wahllokale am frühen Freitagabend ohne Zwischenfälle verlaufen.

"Es gab laut unseren 123 Beobachtern im ganzen Land keine besonderen Vorkommnisse", sagte die Chefin der EU-Wahlbeobachterkommission, Maria Muniz de Urquiza. Ergebnisse der Wahl, bei der etwa acht Millionen Bürger stimmberechtigt waren, werden erst im Januar erwartet.

Knapp fünf Jahre nach dem Militärputsch hoffen die Bürger angesichts jahrelanger wirtschaftlicher und politischer Krise vor allem auf eine Stabilisierung des Inselstaates im Südosten Afrikas. Nach der mehrfach verschobenen ersten Runde vor acht Wochen stehen sich in der Präsidentenwahl Robinson Jean Louis und Hery Rajaonarimampianina gegenüber.

Jean Louis ist ein Schützling des vor vier Jahren gestürzten Staatschefs Marc Ravalomanana. Für Rajaonarimampianina macht sich der seit dem Putsch im Jahr 2009 amtierende Übergangspräsident Andry Rajoelina stark. Jean Louis erreichte im ersten Wahlgang gut 21 Prozent der Stimmen, Rajaonarimampianina knapp 16 Prozent.

Schweiz engagiert sich in Madagaskar

Madagaskar stand nach seiner Unabhängigkeit 1961 auf der Prioritätenliste der Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit. Heute hat sich die Schweiz aber weitgehend zurückgezogen und unterstützt nur noch kleinere Projekte, um das Erreichte aufzuwerten.

Der Wandel setzte 1996 ein. Interne Faktoren wie die hohe Korruption und die Ermordung eines Schweizer Entwicklungshelfers führten dazu, dass die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ihr Büro in Antananarivo 2000 schloss.

Der aktuelle Einsatz der DEZA auf der Insel umfasst für die Jahre 2013 bis 2016 ein Budget von 6,4 Millionen Franken. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Themen Grundbesitz, Steuern und lokale Wirtschaftsentwicklung.

SDA-ATS